Die Baby Boomer-Generation scheidet bis ca. 2030 aus dem Erwerbsleben aus, und jüngere Alterskohorten sind in vielen Regionen und Berufen schwächer besetzt als zuvor. Parallel dazu sind Unternehmen und ihre Belegschaften mit vielfachen Herausforderungen konfrontiert, etwa resultierend aus der Digitalisierung und Globalisierung, aber ebenso aus dem Klimawandel. Auch vor diesem Hintergrund sind Aspekte des Generationen-Managements für Produktivität, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Letztlich stellt sich die Frage, wie Unternehmen die notwendige Substanz schaffen und erhalten können, um den genannten Herausforderungen gerecht zu werden. Denn die unternehmerische Reaktion auf die Alterungsprozesse der Belegschaften ist nicht zuletzt entscheidend, damit sich Betriebe im Wandel nachhaltig und zukunftsfähig aufstellen. Der Beitrag geht zunächst auf Modelle des Alterns in der Arbeit ein, bevor der Fokus aus arbeitswissenschaftlicher Sicht auf relevante Aspekte der Arbeitsgestaltung gelegt wird. Anschließend wird auf Grundlage einer repräsentativen Befragung gezeigt, wie Unternehmen und Verwaltungen auf die Alterung der Belegschaften vorbereitet sind. Mit dem Haus der Arbeitsfähigkeit wird dann ein integriertes Konzept zum Management der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit vorgestellt, bevor Perspektiven einer alternsgerechten und altersdifferenzierten Betriebspolitik aufgezeigt werden. Abschließend reflektiert der Beitrag die multiplen Herausforderungen unserer Zeit in Bezug auf die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit.

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Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit – Betriebe und altersdiverse Belegschaften stärken

  • Johannes Grabbe,
  • Götz Richter,
  • Inga Mühlenbrock

摘要

Die Baby Boomer-Generation scheidet bis ca. 2030 aus dem Erwerbsleben aus, und jüngere Alterskohorten sind in vielen Regionen und Berufen schwächer besetzt als zuvor. Parallel dazu sind Unternehmen und ihre Belegschaften mit vielfachen Herausforderungen konfrontiert, etwa resultierend aus der Digitalisierung und Globalisierung, aber ebenso aus dem Klimawandel. Auch vor diesem Hintergrund sind Aspekte des Generationen-Managements für Produktivität, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Letztlich stellt sich die Frage, wie Unternehmen die notwendige Substanz schaffen und erhalten können, um den genannten Herausforderungen gerecht zu werden. Denn die unternehmerische Reaktion auf die Alterungsprozesse der Belegschaften ist nicht zuletzt entscheidend, damit sich Betriebe im Wandel nachhaltig und zukunftsfähig aufstellen. Der Beitrag geht zunächst auf Modelle des Alterns in der Arbeit ein, bevor der Fokus aus arbeitswissenschaftlicher Sicht auf relevante Aspekte der Arbeitsgestaltung gelegt wird. Anschließend wird auf Grundlage einer repräsentativen Befragung gezeigt, wie Unternehmen und Verwaltungen auf die Alterung der Belegschaften vorbereitet sind. Mit dem Haus der Arbeitsfähigkeit wird dann ein integriertes Konzept zum Management der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit vorgestellt, bevor Perspektiven einer alternsgerechten und altersdifferenzierten Betriebspolitik aufgezeigt werden. Abschließend reflektiert der Beitrag die multiplen Herausforderungen unserer Zeit in Bezug auf die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit.