Forschungsstand und Gegenstandstheorie
摘要
Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Konzepten, die für eine forschungszielgerichtete Diskussion der empirischen Ergebnisse relevant waren. Der theoretische Rahmen der Arbeit setzt sich aus den zwei vorab festgelegten, zentralen Theorieansätzen zu Generationen und Projektionen und im Laufe des Forschungsprozesses kontextuell aufgegriffenen Sensitizing Concepts zusammen. Der erste Teil führt in das soziologische Konzept von Generationen ein, welche einen zentralen Aspekt bei der Analyse und Diskussion des Datenmaterials darstellt. Darauf folgt eine Abgrenzung des soziologischen Verständnisses von Generationen gegenüber weiteren wissenschaftlichen Konzepten, die sich mit alters- und zeitspezifischer Verortung von Individuen in sozialen Ordnungen auseinandersetzen. Im Anschluss wird das Generationenverständnis von Karl Mannheim dargelegt, wie er es in ‚Das Problem der Generationen‘ (1928) erstmals formulierte. Der Fokus liegt hierbei auf der Darlegung seines dreistufigen Modells, dass die Nuancierung von Generationsrelationen zeigt. Das zweite zentrale Theoriekonzept stammt aus Norbert Elias Hauptwerk ‚Der Prozess der Zivilisation‘ (1939) und beschreibt die Entstehung und den Funktionsmechanismus von (sozialen) Projektionen. Die dargelegten Erkenntnisse stammen aus Elias Entwurf einer Zivilisationstheorie. Zuletzt ist ein Unterkapitel den Sensitizing Concepts gewidmet. Fragmente aus dem Werk ‚Triggerpunkte‘ (2023) von Mau/Lux/Westheuser und das generelle Konzept des ‚Labelling Approach‘ dienen einem theoretisch breiter aufgestellten Analyseblick und einer feineren Diskussion der empirischen Ergebnisse.