In der Studie zur Bürgerbeteiligung in deutschen Kommunen zeigt sich, dass es sehr viele positive Entwicklungen in den deutschen Kommunen und Landkreisen zu diesem Thema zu berichten gibt. Vor allem zum Aufbau von notwendigen Verwaltungsstrukturen, den vorhandenen Stellen innerhalb der Verwaltung, den inzwischen aufgebauten Kompetenzen, der Anzahl sowie der Umsetzungsqualität der Beteiligungen. Es gibt jedoch immer Aspekte und Themenfelder solcher komplexen Vorhaben, die weiterzuentwickeln bzw. ausbaufähig sind. Das zeigen die quantitativen und qualitativen Datenanalysen ebenfalls. Eine solche nennenswerte (Dauer-)Baustelle ist beispielsweise die tatsächliche Ermächtigung zur Mitentscheidung der Bürgerinnen und Bürger, die auch als Empowerment bezeichnet wird. Andere nennenswerte Punkte sind der Aufbau von Kompetenzen zum Umsetzen von Beteiligungen, der Umgang mit interner und externer Kompetenz zur Durchführung oder die bestehenden Unterschiede zwischen Stadt- und Land-Kommunen, z. B. bei Zahl, Grad und struktureller Organisation, von Beteiligungen. Hervorzuheben sind die mit der Studie identifizierten Erfolgsfaktoren und Potenziale von Bürgerbeteiligungen, siehe dazu z. B. das Pareto-Diagramm und die in den qualitativen Analysen gefundenen Kategorien, deren Beachtung einen wesentlichen Anteil am Erfolg sicherstellen kann. Eine nachfolgende Studie hätte darauf zu achten, ob z. B. weitere Fortschritte auf dem Weg zu umfassender Zusammenarbeit und Mitentscheidung erzielt wurden. Ansonsten gibt es auch noch die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung des Konstrukts der „Bürgerbeteiligung“. Bisher wurden die Effektstärken (Cohen‘s d) noch nicht berechnet. Dies kann aber im Rahmen einer Modellbildung für ein überarbeitetes Konstrukt der „Bürgerbeteiligung“ noch nachgeholt werden und wäre dann in anschließenden Studien zu überprüfen. Eine andere Möglichkeit ist, das Beratungs- und Qualifikationsangebot für Kommunen hinsichtlich der Beteiligung auf Basis der Erkenntnisse aus der Studie entsprechend weiterzuentwickeln und auszubauen. Folgende Aufgaben ergeben sich also für nachfolgende Studien zur Bürgerbeteiligung in der kommunalen Praxis im Speziellen sowie zu diesem Thema als einem wissenschaftlichen Forschungsfeld im Allgemeinen:

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Ausblick

  • Gernot Herzer

摘要

In der Studie zur Bürgerbeteiligung in deutschen Kommunen zeigt sich, dass es sehr viele positive Entwicklungen in den deutschen Kommunen und Landkreisen zu diesem Thema zu berichten gibt. Vor allem zum Aufbau von notwendigen Verwaltungsstrukturen, den vorhandenen Stellen innerhalb der Verwaltung, den inzwischen aufgebauten Kompetenzen, der Anzahl sowie der Umsetzungsqualität der Beteiligungen. Es gibt jedoch immer Aspekte und Themenfelder solcher komplexen Vorhaben, die weiterzuentwickeln bzw. ausbaufähig sind. Das zeigen die quantitativen und qualitativen Datenanalysen ebenfalls. Eine solche nennenswerte (Dauer-)Baustelle ist beispielsweise die tatsächliche Ermächtigung zur Mitentscheidung der Bürgerinnen und Bürger, die auch als Empowerment bezeichnet wird. Andere nennenswerte Punkte sind der Aufbau von Kompetenzen zum Umsetzen von Beteiligungen, der Umgang mit interner und externer Kompetenz zur Durchführung oder die bestehenden Unterschiede zwischen Stadt- und Land-Kommunen, z. B. bei Zahl, Grad und struktureller Organisation, von Beteiligungen. Hervorzuheben sind die mit der Studie identifizierten Erfolgsfaktoren und Potenziale von Bürgerbeteiligungen, siehe dazu z. B. das Pareto-Diagramm und die in den qualitativen Analysen gefundenen Kategorien, deren Beachtung einen wesentlichen Anteil am Erfolg sicherstellen kann. Eine nachfolgende Studie hätte darauf zu achten, ob z. B. weitere Fortschritte auf dem Weg zu umfassender Zusammenarbeit und Mitentscheidung erzielt wurden. Ansonsten gibt es auch noch die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung des Konstrukts der „Bürgerbeteiligung“. Bisher wurden die Effektstärken (Cohen‘s d) noch nicht berechnet. Dies kann aber im Rahmen einer Modellbildung für ein überarbeitetes Konstrukt der „Bürgerbeteiligung“ noch nachgeholt werden und wäre dann in anschließenden Studien zu überprüfen. Eine andere Möglichkeit ist, das Beratungs- und Qualifikationsangebot für Kommunen hinsichtlich der Beteiligung auf Basis der Erkenntnisse aus der Studie entsprechend weiterzuentwickeln und auszubauen. Folgende Aufgaben ergeben sich also für nachfolgende Studien zur Bürgerbeteiligung in der kommunalen Praxis im Speziellen sowie zu diesem Thema als einem wissenschaftlichen Forschungsfeld im Allgemeinen: