Dieses Kapitel zeigt, wie der empirische Teil und der abschließende Schlussteil einer Abschlussarbeit aufgebaut sein sollten, damit sie methodisch nachvollziehbar, wissenschaftlich fundiert und bewertungsstark sind. Im Zentrum steht die Frage, wie Studierende geeignete empirische Methoden auswählen, begründen, durchführen, auswerten und die gewonnenen Erkenntnisse schließlich zu belastbaren Antworten, Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen verdichten. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Forschungsstrategie und dem Forschungsdesign. Das Kapitel zeigt, wie zwischen explorativen und deskriptiven Zugängen unterschieden wird und warum qualitative und quantitative Designs jeweils unterschiedlich geeignet sein können. Ausführlich behandelt werden die beiden klassischen Methoden ExpertInneninterview und Online-Umfrage. Große Bedeutung kommt dem Forschungsinstrument zu. Das Kapitel erklärt, wie Interviewleitfäden und Fragebögen aus den Forschungsfragen heraus entwickelt werden und warum sie theoriegeleitet, logisch aufgebaut und zielgruppengerecht gestaltet sein müssen. Für qualitative Leitfäden wird besonders die Offenheit und Strukturierung hervorgehoben, für quantitative Fragebögen die Standardisierung, Verständlichkeit, Skalierung und technische Funktionalität. Ein großer Teil des Kapitels befasst sich mit der Analyse der Daten. Es wird beschrieben, wie qualitative Daten durch initiierende Textarbeit, Codierung, Kategorienbildung und Kategoriensysteme erschlossen werden und wie quantitative Daten mithilfe statistischer Verfahren ausgewertet werden. Darauf aufbauend erläutert das Kapitel die Ergebnisdarstellung. Ergebnisse sollen zunächst wertungsfrei, präzise und nachvollziehbar präsentiert werden. Es folgt ein eigener Abschnitt zur Interpretation der Ergebnisse. Von besonderer Bedeutung ist anschließend der Abgleich mit der Literatur und Studienlage. Im Schlussteil steht die Beantwortung der Forschungsfragen im Mittelpunkt. Das Kapitel betont, dass dies der eigentliche inhaltliche Höhepunkt der Arbeit ist. Gerade hier entscheidet sich, ob die Arbeit als stringent und gelungen wahrgenommen wird. Darauf aufbauend behandelt das Kapitel die Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen. Diese sollen nicht bloß Ergebnisse wiederholen, sondern verdichten, abstrahieren und für Wissenschaft und Praxis nutzbar machen. Besonders anwendungsorientierte Hochschulen erwarten hier einen erkennbaren Praxistransfer. Den Abschluss bildet die Conclusio. Sie bündelt die zentralen Erträge der Arbeit, reflektiert ihre Limitationen und zeigt Perspektiven für künftige Forschung auf.

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Empirie und Schlussteil

  • Daniel Simon Schaebs,
  • Helmut Siller

摘要

Dieses Kapitel zeigt, wie der empirische Teil und der abschließende Schlussteil einer Abschlussarbeit aufgebaut sein sollten, damit sie methodisch nachvollziehbar, wissenschaftlich fundiert und bewertungsstark sind. Im Zentrum steht die Frage, wie Studierende geeignete empirische Methoden auswählen, begründen, durchführen, auswerten und die gewonnenen Erkenntnisse schließlich zu belastbaren Antworten, Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen verdichten. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Forschungsstrategie und dem Forschungsdesign. Das Kapitel zeigt, wie zwischen explorativen und deskriptiven Zugängen unterschieden wird und warum qualitative und quantitative Designs jeweils unterschiedlich geeignet sein können. Ausführlich behandelt werden die beiden klassischen Methoden ExpertInneninterview und Online-Umfrage. Große Bedeutung kommt dem Forschungsinstrument zu. Das Kapitel erklärt, wie Interviewleitfäden und Fragebögen aus den Forschungsfragen heraus entwickelt werden und warum sie theoriegeleitet, logisch aufgebaut und zielgruppengerecht gestaltet sein müssen. Für qualitative Leitfäden wird besonders die Offenheit und Strukturierung hervorgehoben, für quantitative Fragebögen die Standardisierung, Verständlichkeit, Skalierung und technische Funktionalität. Ein großer Teil des Kapitels befasst sich mit der Analyse der Daten. Es wird beschrieben, wie qualitative Daten durch initiierende Textarbeit, Codierung, Kategorienbildung und Kategoriensysteme erschlossen werden und wie quantitative Daten mithilfe statistischer Verfahren ausgewertet werden. Darauf aufbauend erläutert das Kapitel die Ergebnisdarstellung. Ergebnisse sollen zunächst wertungsfrei, präzise und nachvollziehbar präsentiert werden. Es folgt ein eigener Abschnitt zur Interpretation der Ergebnisse. Von besonderer Bedeutung ist anschließend der Abgleich mit der Literatur und Studienlage. Im Schlussteil steht die Beantwortung der Forschungsfragen im Mittelpunkt. Das Kapitel betont, dass dies der eigentliche inhaltliche Höhepunkt der Arbeit ist. Gerade hier entscheidet sich, ob die Arbeit als stringent und gelungen wahrgenommen wird. Darauf aufbauend behandelt das Kapitel die Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen. Diese sollen nicht bloß Ergebnisse wiederholen, sondern verdichten, abstrahieren und für Wissenschaft und Praxis nutzbar machen. Besonders anwendungsorientierte Hochschulen erwarten hier einen erkennbaren Praxistransfer. Den Abschluss bildet die Conclusio. Sie bündelt die zentralen Erträge der Arbeit, reflektiert ihre Limitationen und zeigt Perspektiven für künftige Forschung auf.