Grundzüge des Politischen bei Adorno
摘要
Die ins Grundsätzliche reichende Kommunikation Adornos mit und in der Sphäre des Politischen ist nicht nur wegen seines Spotts über ‚Tiefe‘ schwerlich als Tiefendimension seiner Auffassungen und Theoreme zur Politik sowie seiner politischen Intentionen anzusprechen, sondern weil ihre Kontexte offen zutage liegen und Adorno seine politischen Folgerungen und Beiträge, häufig an prominenter Stelle und mit Traditionsbezug in der kritischen Theorie, sogar hervorhebt. Insofern ist vermöge des ersten Augenmerks auf Adornos divergierende, ja gegensätzliche theoretische Stellungnahmen zu Karl Marx’ 11.These über Feuerbach mit zeitlich bedingten Abstrichen seine Nähe zu der Intention Karl Korschs et altera von 1923 festzustellen, welche mit anders gelagertem Schwerpunkt durch die Aktualisierung philosophischer Theorie die vorwaltende monologisch-ökonomistische Weltanschauung in ihrer theoretischen Bedeutung relativiert. Denn ‚sprengen‘ Korsch und seine Freunde tendenziell ein realitätsaffirmatives ideologisches Primat im ‚Lager‘ der linken Kritiker solcher Realität, so arbeitet Adorno 1931 die jenem Impuls entsprechende ‚Methode‘ genauer aus, deren programmatische, immanent freiheitliche Verfassung später auch den geschichtsphilosophischen Blick auf die Geschichte des Identitätsprinzips erlaubt, was wiederum nach den Diagnosen der Dialektik der Aufklärung von 1944 den politischen Stellenwert dieser Philosophie als einen der wenigen Orte, Residuen, der Freiheit zu bestimmen erfordert und ihr damit noch stärkere immanente Anforderungen auferlegt, deren inhaltlich-methodologischen Ansprüchen die Präzisierungen der Negativen Dialektik nachkommen wollen.