Pyrolyse ist ein thermochemischer Prozess, der organische Biomasse bei Temperaturen zwischen 200 und 800 °C in einer sauerstofffreien Umgebung zersetzt. Sie verläuft typischerweise in zwei Stufen: der primären Pyrolyse, durch die bei niedrigeren Temperaturen flüchtige Verbindungen freigesetzt werden, gefolgt von der sekundären Pyrolyse, bei der diese flüchtigen Verbindungen Crackreaktionen durchlaufen und fester Koks gebildet wird. Der Einsatzstoff wird in drei Produkte umgewandelt: Biokohle, einen festen Stoff, der unter anderem den Boden verbessert und Kohlenstoff speichert (Xu et al. 2022), Bioöl, eine Flüssigkeit, die zu Kraftstoffen oder Chemikalien aufgewertet wird, und Synthesegas, ein Gasgemisch, das unter anderem für Stromerzeugung und Heizung genutzt wird. Biokohle ermöglicht eine langfristige Kohlenstoffsequestrierung durch die Pyrolyse von Biomasse, was zu einer Nettoreduktion von atmosphärischem Kohlendioxid führt. Der Grund dafür ist, dass die Menge an CO2, die bei der Nutzung der Pyrolyseprodukte freigesetzt wird, deutlich geringer ist als die Menge, die die Biomasse während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Pyrolyse

  • Karim Ghaib

摘要

Pyrolyse ist ein thermochemischer Prozess, der organische Biomasse bei Temperaturen zwischen 200 und 800 °C in einer sauerstofffreien Umgebung zersetzt. Sie verläuft typischerweise in zwei Stufen: der primären Pyrolyse, durch die bei niedrigeren Temperaturen flüchtige Verbindungen freigesetzt werden, gefolgt von der sekundären Pyrolyse, bei der diese flüchtigen Verbindungen Crackreaktionen durchlaufen und fester Koks gebildet wird. Der Einsatzstoff wird in drei Produkte umgewandelt: Biokohle, einen festen Stoff, der unter anderem den Boden verbessert und Kohlenstoff speichert (Xu et al. 2022), Bioöl, eine Flüssigkeit, die zu Kraftstoffen oder Chemikalien aufgewertet wird, und Synthesegas, ein Gasgemisch, das unter anderem für Stromerzeugung und Heizung genutzt wird. Biokohle ermöglicht eine langfristige Kohlenstoffsequestrierung durch die Pyrolyse von Biomasse, was zu einer Nettoreduktion von atmosphärischem Kohlendioxid führt. Der Grund dafür ist, dass die Menge an CO2, die bei der Nutzung der Pyrolyseprodukte freigesetzt wird, deutlich geringer ist als die Menge, die die Biomasse während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat.