Intersektionalität
摘要
Die Intersektionalität ist eine Weiterentwicklung der triple-oppression-theory bzw. der race-class-gender-analysis, die ab den 1970er Jahren einen wichtigen Grundpfeiler der radikalen Linken darstellten und ihre Ursprünge in der Frauenbewegung, im Kampf für die Gleichstellung von PoCs sowie der marxistischen Theorie zugleich hatten. Sie weisen darauf hin, dass Menschen nicht nur aufgrund einer Kategorisierung unter Unterdrückungsmechanismen leiden können, sondern aufgrund verschiedener. Beispielsweise ist eine Schwarze Arbeiterin mitunter einer dreifachen Diskriminierung ausgesetzt: als Teil der Arbeiterklasse, als Person of Color sowie als Frau (vgl. Carr 2010). Verschiedene Herrschafts-, Diskriminierungs- und Unterdrückungsformen als miteinander verbunden zu betrachten und nicht mehr isoliert, stellt das Grundanliegen der Intersektionalität dar, die heute um mannigfache Themenfelder angereichert ist: Auch Behindertenfeindlichkeit, Altersdiskriminierung, Ablehnung aufgrund von bestimmten Religionszugehörigkeiten oder der Zugehörigkeit zur LGBTQI+ -Community u. a. werden heute mitgedacht (Stögner 2022).