Ohne Möglichkeitssinn keine Transformation. Warum die Sozialwirtschaft nicht auf utopisches Denken verzichten sollte
摘要
Wir leben in einer Zeit, die durch grundlegende gesellschaftliche Umbrüche sowie globalisierte Krisenphänomene mit lokalen Auswirkungen geprägt ist. Die häufig als alternativlos vorgetragene Realpolitik und die alleinige Orientierung am Faktischen haben weder die Probleme zu lösen, noch den Problemdruck zu verringern vermocht. Sie allein werden zur Bewältigung der bestehenden Probleme sowie der neuen Herausforderungen nicht mehr genügen. Vielmehr werden wir auf den im utopischen Denken verankerten Möglichkeitssinn nicht verzichten können, wenn gesellschaftliche Transformationen gestaltet werden sollen. Denn diesen benötigen wir, um Denkräume für Alternativen zu öffnen und Vorstellungskraft zu erzeugen. Der Möglichkeitssinn kann uns dabei helfen, nach dem Wünschenswerten zu fragen, im vermeintlich Unmöglichen nach dem Möglichen zu suchen und das Machbare zu prüfen. Nicht in jedem Fall wird das Wünschenswerte auch das Mögliche sein, und aus dem Möglichen wiederum muss nicht zwingend das Machbare folgen. Aber die Suche nach dem Möglichen ist unverzichtbar, um das Machbare bestmöglich zu bestimmen zu versuchen. Und genau aus diesem Grund sind ohne den Möglichkeitssinn keine gesellschaftlichen Transformationen erreichbar.