Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege finanzieren ihre Angebote überwiegend über Leistungsentgelte und öffentliche Zuwendungen bzw. staatliche Zuschüsse. Diese etablierten Finanzierungsquellen sind zunehmend begrenzt, was dazu führt, dass Organisationen der Sozialen Arbeit verstärkt daran interessiert sind, sich in größerem und zuverlässigerem Maße den Zugang zu privaten Mitteln zu sichern. Dieses Bestreben ist nicht neu, sondern wird seit Jahren, vor allem in größeren Wohlfahrtsverbänden, systematisch verfolgt. Dies zeigt sich u. a. in der Etablierung spezialisierter Stellen sowie geeigneter Strukturen und Prozesse für ein Fundraising und eine strategisch ausgeweitete Mittelakquise. Bedingungen, die sich in eher kleineren Organisationen nur begrenzt institutionell und professionalisiert gewährleisten lassen. Gefragt sind in diesem Fall fachlich breiter aufgestellte und flexible Mitarbeitende, die als Allrounder zugleich Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit mitdenken. Es lassen sich verschiedenste (Best-)Practice-Beispiele finden, die verdeutlichen, wo die Herausforderungen bei der Etablierung förderlicher Gegebenheiten für ein Fundraising liegen. Im Beispiel eines im Folgenden vorgestellten Kooperationsprojekts zwischen Sozialmanagement-Studierenden des wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengangs Management an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und einer Organisation der Sozialen Arbeit galt es, im weiteren Sinne einer studentischen Unternehmensberatung konkrete Fundraising-Projekte zu bearbeiten sowie konzeptionelle Ansätze zur Einführung bzw. Optimierung entsprechender Strukturen für ein gelingendes Fundraising in der Organisation zu entwickeln. 

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Positionierung eines Fundraisings in Organisationen der Sozialen Arbeit – Praxis-Theorie-Reflexionen eines Kooperationsprojekts

  • Cornelia M. Enger

摘要

Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege finanzieren ihre Angebote überwiegend über Leistungsentgelte und öffentliche Zuwendungen bzw. staatliche Zuschüsse. Diese etablierten Finanzierungsquellen sind zunehmend begrenzt, was dazu führt, dass Organisationen der Sozialen Arbeit verstärkt daran interessiert sind, sich in größerem und zuverlässigerem Maße den Zugang zu privaten Mitteln zu sichern. Dieses Bestreben ist nicht neu, sondern wird seit Jahren, vor allem in größeren Wohlfahrtsverbänden, systematisch verfolgt. Dies zeigt sich u. a. in der Etablierung spezialisierter Stellen sowie geeigneter Strukturen und Prozesse für ein Fundraising und eine strategisch ausgeweitete Mittelakquise. Bedingungen, die sich in eher kleineren Organisationen nur begrenzt institutionell und professionalisiert gewährleisten lassen. Gefragt sind in diesem Fall fachlich breiter aufgestellte und flexible Mitarbeitende, die als Allrounder zugleich Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit mitdenken. Es lassen sich verschiedenste (Best-)Practice-Beispiele finden, die verdeutlichen, wo die Herausforderungen bei der Etablierung förderlicher Gegebenheiten für ein Fundraising liegen. Im Beispiel eines im Folgenden vorgestellten Kooperationsprojekts zwischen Sozialmanagement-Studierenden des wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorstudiengangs Management an der Westsächsischen Hochschule Zwickau und einer Organisation der Sozialen Arbeit galt es, im weiteren Sinne einer studentischen Unternehmensberatung konkrete Fundraising-Projekte zu bearbeiten sowie konzeptionelle Ansätze zur Einführung bzw. Optimierung entsprechender Strukturen für ein gelingendes Fundraising in der Organisation zu entwickeln.