Der Artikel untersucht die politische Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in der post-migrantischen Gesellschaft und beleuchtet insbesondere die Rolle erneuerter Integrationsräte als Instrument demokratischer Mitgestaltung. Vor dem Hintergrund empirischer Studien zur zivilgesellschaftlichen und politischen Partizipation werden strukturelle Barrieren sowie Potenziale zur Stärkung der politischen Selbstwirksamkeit von Zugewanderten analysiert. Der Autor diskutiert, inwiefern Integrationsräte als Brücken zwischen Migrantinnen und Migranten sowie politischen Institutionen fungieren können. Er hinterfragt, ob sie lediglich konsultative Gremien bleiben oder als Motoren für eine „konviviale Demokratie“ dienen können. Es wird argumentiert, dass eine erfolgreiche Integration nicht nur von formaler staatsbürgerlicher Gleichstellung abhängt, sondern auch von der Anerkennung im Rahmen vielfältiger Beteiligungsformen. Abschließend plädiert der Beitrag für eine stärkere institutionelle Verankerung migrantischer Partizipation, um demokratische Inklusion langfristig zu sichern.

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Politische Teilhabe von Zugewanderten in der post-migrantischen Gesellschaft – oder der Beitrag erneuerter Integrations(bei)räte zu einer „Konvivialen Demokratie“

  • Jörg Dürrschmidt

摘要

Der Artikel untersucht die politische Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in der post-migrantischen Gesellschaft und beleuchtet insbesondere die Rolle erneuerter Integrationsräte als Instrument demokratischer Mitgestaltung. Vor dem Hintergrund empirischer Studien zur zivilgesellschaftlichen und politischen Partizipation werden strukturelle Barrieren sowie Potenziale zur Stärkung der politischen Selbstwirksamkeit von Zugewanderten analysiert. Der Autor diskutiert, inwiefern Integrationsräte als Brücken zwischen Migrantinnen und Migranten sowie politischen Institutionen fungieren können. Er hinterfragt, ob sie lediglich konsultative Gremien bleiben oder als Motoren für eine „konviviale Demokratie“ dienen können. Es wird argumentiert, dass eine erfolgreiche Integration nicht nur von formaler staatsbürgerlicher Gleichstellung abhängt, sondern auch von der Anerkennung im Rahmen vielfältiger Beteiligungsformen. Abschließend plädiert der Beitrag für eine stärkere institutionelle Verankerung migrantischer Partizipation, um demokratische Inklusion langfristig zu sichern.