Mona Liza rappt im Städel. LIZ Musikvideo als Ausdruck künstlerischer Anerkennung und Widerstände im Museumsraum
摘要
Im Musikvideo „Mona Liza“ (2022) zum gleichnamigen Rap-Track inszeniert sich die Frankfurter Rapperin LIZ als Kunstwerk in den Museumsräumen des Städels. Der Beitrag konzentriert sich beim Multimediaobjekt Musikvideo (Vernallis 2004) vor allem auf eine Filmanalyse, um die Performance von LIZ als Kunstwerk und Künstlerin in den Ausstellungsräumen einzuordnen. Die Performance vermittelt demnach ein Kunstwerk-Narrativ, das mittels eines Boastings (Gruber 2016) eine Anerkennung von LIZ und ihrer Musik auf Augenhöhe mit den klassischen Malereien verlangt. Gleichzeitig handelt LIZ als widerständiges Objekt (Azoulay 2019), indem sie sich den Regeln und der Rahmung durch das Städel lautstark tanzend entzieht. Die körperliche und künstlerische Widerständigkeit offenbart auch das Begehren und Misstrauen, das weiße Institutionen den marginalisierten Anderen (Mörsch 2016) entgegenbringen. Während LIZ ihren Platz im Städel selbstbewusst beansprucht, stellt sich in der Einwanderungsgesellschaft und der hierfür zentralen Kunst der Rap-Musik die Frage nach der institutionellen Leerstelle in der Frankfurter und Deutschen Museumslandschaft.