HipHop und Film als Gegenstand ästhetischer Bildung
摘要
Kann HipHop Film? Und kann Film HipHop? In den letzten Jahren steigt die keineswegs lokal beschränkte Zahl der Filmproduktionen, die HipHop als integralen Bestandteil ihrer Geschichte verstehen oder ornamental verwenden. In der Verschränkung treffen transformativ heterogene Perspektiven, Handlungslogiken, Verständnisse und Kontexte aufeinander: Film und Jugendkultur, Kunst und Ökonomie, individuelle Geschmacksbildung und mediale Formatierung, Lokalität und Globalität, Subkultur und Mainstream etc. Der einzelne Film und die keineswegs neue Form des seriellen Erzählens, die sich bereits im historischen Fortsetzungsroman findet, verlassen über Streamingportale, Mediatheken sowie die omnipräsente wie ubiquitäre Verfügbarkeit feste Aufführungsorte. Das aktuelle Überangebot im Unterhaltungsfernsehen hat zudem die im sogenannten Quality TV erreichte Güte soweit gebracht, dass von der ›Kunstform des 21. Jahrhunderts‹ gesprochen wird (vgl. Frizzoni 2012; Blanchet 2011). Das trifft auch auf HipHop als einem gewichtigen Segment der Popkultur zu – als audiovisuelles Überangebot und als Kunstform.