Im methodologischen Rahmen wird der Forschungsprozess als qualitatives, praxisnahes und zweistufiges Vorgehen begründet, das auf die bislang wenig erforschte Berufsgruppe der vereidigten Straßenaufsichtsorgane fokussiert. In einem ersten Schritt wurden mittels Fokussierter Interviews Belastungs- und Konfliktstrukturen sowie bereits praktizierte Bewältigungsstrategien erhoben. Diese Ergebnisse bildeten die empirische Grundlage für den zweiten Schritt: die theoriegeleitete Konstruktion von Fall-Vignetten, die typische Alltagssituationen verdichten und anschließend in Fall-Vignetten-Interviews (problemzentriert und elizitierend) eingesetzt wurden, um Handlungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume systematisch herauszuarbeiten. Methodologisch wird der qualitative Ansatz mit Bezug auf Flick, Hopf und Creswell als geeignet ausgewiesen, um subjektive Deutungen, implizites Wissen und situative Dynamiken „von innen heraus“ zu erfassen, auch bei sensiblen Themen. Ergänzend wird die Arbeit im Sinne einer Aktionsforschung verortet, da die Forscherin das eigene berufliche Feld untersucht und die Ergebnisse in einen praxisorientierten Verwertungszusammenhang in Schulungen und Coachings überführen will. Die Datenauswertung erfolgt softwaregestützt mit MAXQDA (fokussierte qualitative Inhaltsanalyse) sowie – für die Fall-Vignetten-Interviews – mit Elementen der Grounded Theory nach Strauss und Corbin und der Situationsanalyse nach Clarke mittels Situations-Maps, um Bedingungen, Interaktionen und Konsequenzen im Bedingungsgefüge der beruflichen Situationen differenziert abzubilden.

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Methodologischer Rahmen

  • Manuela Eder-Riedl

摘要

Im methodologischen Rahmen wird der Forschungsprozess als qualitatives, praxisnahes und zweistufiges Vorgehen begründet, das auf die bislang wenig erforschte Berufsgruppe der vereidigten Straßenaufsichtsorgane fokussiert. In einem ersten Schritt wurden mittels Fokussierter Interviews Belastungs- und Konfliktstrukturen sowie bereits praktizierte Bewältigungsstrategien erhoben. Diese Ergebnisse bildeten die empirische Grundlage für den zweiten Schritt: die theoriegeleitete Konstruktion von Fall-Vignetten, die typische Alltagssituationen verdichten und anschließend in Fall-Vignetten-Interviews (problemzentriert und elizitierend) eingesetzt wurden, um Handlungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume systematisch herauszuarbeiten. Methodologisch wird der qualitative Ansatz mit Bezug auf Flick, Hopf und Creswell als geeignet ausgewiesen, um subjektive Deutungen, implizites Wissen und situative Dynamiken „von innen heraus“ zu erfassen, auch bei sensiblen Themen. Ergänzend wird die Arbeit im Sinne einer Aktionsforschung verortet, da die Forscherin das eigene berufliche Feld untersucht und die Ergebnisse in einen praxisorientierten Verwertungszusammenhang in Schulungen und Coachings überführen will. Die Datenauswertung erfolgt softwaregestützt mit MAXQDA (fokussierte qualitative Inhaltsanalyse) sowie – für die Fall-Vignetten-Interviews – mit Elementen der Grounded Theory nach Strauss und Corbin und der Situationsanalyse nach Clarke mittels Situations-Maps, um Bedingungen, Interaktionen und Konsequenzen im Bedingungsgefüge der beruflichen Situationen differenziert abzubilden.