Lerntheoretischer Rahmen
摘要
Der lerntheoretische Rahmen verknüpft Konflikt-, Rollen- und Lerntheorien, um die beruflichen Lernprozesse von Straßenaufsichtsorganen systematisch zu erfassen. Ausgangspunkt sind die spezifischen Konflikt- und Belastungssituationen des Arbeitsalltags, die als zentrale Lernanlässe verstanden werden. Konflikte werden als soziale Interaktionen analysiert, die von Macht-, Anerkennungs- und Statusdynamiken geprägt sind und hohe Anforderungen an emotionale Regulation und Handlungssicherheit stellen. Die Rollentheorie verdeutlicht, dass Straßenaufsichtsorgane innerhalb klarer normativer Erwartungen agieren, zugleich jedoch individuelle Handlungsspielräume und Strategien der Rollendistanz entwickeln. Lernen vollzieht sich dabei überwiegend informell, erfahrungs- und situationsbezogen sowie häufig inzidentell. Informelles Lernen, Erfahrungswissen und pragmatisches Handeln bilden die Grundlage beruflicher Handlungskompetenz. Theoriewissen und Erfahrungswissen greifen ineinander und ermöglichen reflexive Handlungsfähigkeit. Diese Perspektive bildet die Basis für die Entwicklung praxisnaher Schulungs- und Lernformate.