Kapitel fünf bildet den Prozess und das methodologische Umfeld ab, in dem die Forschung angesiedelt ist. Zunächst werden Bedeutung und Spezifika des gewählten Erhebungsverfahrens theoriegenerierender Expert_inneninterviews erläutert. Es wird der Begriff des Deutungswissens im Umfeld des Expert_innenwissens ausgearbeitet und in Beziehung zum symbolischen Raum des Interviews sowie zu der in Kapitel drei und vier vorausgehenden theoretischen Begriffsarbeit gesetzt. In Weiterführung Irene Döllings und Angelika Wetterers Konzeptualisierungen des Geschlechterwissens und Pierre Bourdieus Überlegungen zu Sprache und symbolischer Macht wird der dieser Untersuchung zugrunde gelegte Wissensbegriff um einen Begriff von Expert_innenwissen erweitert, der dieses nicht jenseits des Alltags- oder popularisierten Wissens als habituell und sozialräumlich unberührten, explizierbaren Sonderwissensbestand konzipiert. Vielmehr wird Expert_innenwissen als Deutungswissen gefasst, das sich nicht allein aus dem funktionalen Kontext der Expert_innen generiert, sondern ebenso aus ihrer positionalen Anordnung im sozialen Raum. Dieses Konglomerat, das als Differenzwissen bezeichnet wird, ermöglicht, eine Systematik des Wissens zu entwerfen, mittels der den in den Äußerungen der Berater_innen dokumentierten und im Prozess der Interpretation zugewiesenen und zugeordneten Wissensbeständen empirisch begegnet wird. Schließlich werden die Herausforderungen im Zugang zum Feld, der Interviewkommunikation, Auswertung, Interpretation und Darstellung diskutiert.

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Methodisches Design

  • Kerstin Hazibar

摘要

Kapitel fünf bildet den Prozess und das methodologische Umfeld ab, in dem die Forschung angesiedelt ist. Zunächst werden Bedeutung und Spezifika des gewählten Erhebungsverfahrens theoriegenerierender Expert_inneninterviews erläutert. Es wird der Begriff des Deutungswissens im Umfeld des Expert_innenwissens ausgearbeitet und in Beziehung zum symbolischen Raum des Interviews sowie zu der in Kapitel drei und vier vorausgehenden theoretischen Begriffsarbeit gesetzt. In Weiterführung Irene Döllings und Angelika Wetterers Konzeptualisierungen des Geschlechterwissens und Pierre Bourdieus Überlegungen zu Sprache und symbolischer Macht wird der dieser Untersuchung zugrunde gelegte Wissensbegriff um einen Begriff von Expert_innenwissen erweitert, der dieses nicht jenseits des Alltags- oder popularisierten Wissens als habituell und sozialräumlich unberührten, explizierbaren Sonderwissensbestand konzipiert. Vielmehr wird Expert_innenwissen als Deutungswissen gefasst, das sich nicht allein aus dem funktionalen Kontext der Expert_innen generiert, sondern ebenso aus ihrer positionalen Anordnung im sozialen Raum. Dieses Konglomerat, das als Differenzwissen bezeichnet wird, ermöglicht, eine Systematik des Wissens zu entwerfen, mittels der den in den Äußerungen der Berater_innen dokumentierten und im Prozess der Interpretation zugewiesenen und zugeordneten Wissensbeständen empirisch begegnet wird. Schließlich werden die Herausforderungen im Zugang zum Feld, der Interviewkommunikation, Auswertung, Interpretation und Darstellung diskutiert.