Fazit und Ausblick
摘要
Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse der empirischen Fallstudienforschung, dass Diversität für Neugründungen im Journalismus heute ein zentrales Thema ist, das kaum mehr ausgeblendet werden kann. Es zeigte sich, dass vor allem Gründer*innen mit eigener Diskriminierungserfahrung DEI-Maßnahmen durchsetzen bzw. diskriminierungssensible Organisations- und Führungskulturen etablieren. Doch nicht nur diese bereits bei der Fallauswahl als diversitätssensibel charakterisierten Fälle beschäftigen sich mit Diversität bzw. mit Ungleichheit in der Branche, sondern auch die Redaktionen, die nicht von marginalisierten Personen gegründet wurden und sich inhaltlich anderen Themen zuwenden. Nicht immer hat dieses Bewusstsein jedoch zur Folge, dass tatsächlich diverse Teams oder DEI-Maßnahmen etabliert werden – zum Teil wird Diversität auch als Herausforderung oder Einschränkung begriffen. Während diese Beobachtung dafür spricht, dass Diversität unter Gründer*innen wichtig ist, um in Neugründungen nicht dieselben „Ungleichheitsregime“ (Acker, 2006) zu errichten wie in den etablierten Redaktionen, wird zugleich sehr deutlich, dass auch im Gründungsprozess strukturelle Barrieren in Bezug auf race, class und Gender bestehen.