Das Kapitel thematisiert zentrale Forschungsgegenstände interkultureller Pädagogik – Kulturverständnisse, kulturelle Pluriformität und intersektionale Interkulturalität. Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, wie unterschiedliche Kulturkonzepte Bildungskontexte prägen und welche Konsequenzen sich daraus für pädagogisches Handeln ergeben. Vor diesem Hintergrund plädiert das Kapitel für eine erkenntnissensible Perspektive, die Kultur als relational, situiert und von Machtverhältnissen durchzogen versteht. Aufbauend darauf eröffnet das Konzept der kulturellen Pluriformität die Möglichkeit, Prozesse der Anerkennung und Marginalisierung (inter)kultureller Ressourcen sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene zu analysieren. Bildungsinstitutionen erscheinen in diesem Zusammenhang als ungleich strukturierte soziale Felder, in denen kulturelle Legitimität verhandelt wird. Ergänzt wird dieser theoretische Rahmen durch die Perspektive intersektionaler Interkulturalität, die die Verschränkung sozialer Differenzkategorien in den Blick nimmt und Interkulturalität als kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen begreift.

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Forschungsgegenstände interkultureller Pädagogik

  • Andreas Pöllmann

摘要

Das Kapitel thematisiert zentrale Forschungsgegenstände interkultureller Pädagogik – Kulturverständnisse, kulturelle Pluriformität und intersektionale Interkulturalität. Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, wie unterschiedliche Kulturkonzepte Bildungskontexte prägen und welche Konsequenzen sich daraus für pädagogisches Handeln ergeben. Vor diesem Hintergrund plädiert das Kapitel für eine erkenntnissensible Perspektive, die Kultur als relational, situiert und von Machtverhältnissen durchzogen versteht. Aufbauend darauf eröffnet das Konzept der kulturellen Pluriformität die Möglichkeit, Prozesse der Anerkennung und Marginalisierung (inter)kultureller Ressourcen sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene zu analysieren. Bildungsinstitutionen erscheinen in diesem Zusammenhang als ungleich strukturierte soziale Felder, in denen kulturelle Legitimität verhandelt wird. Ergänzt wird dieser theoretische Rahmen durch die Perspektive intersektionaler Interkulturalität, die die Verschränkung sozialer Differenzkategorien in den Blick nimmt und Interkulturalität als kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen begreift.