Touristische Aktivitäten stehen zunehmend im Spannungsfeld ökologischer und sozialer Herausforderungen und verstärken den Ruf nach einer grundlegenden Transformation von Destinationen in Richtung Nachhaltigkeit und Regeneration. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Reduktion negativer Wirkungen, sondern ein systemischer Wandel hin zu Entwicklungsprozessen, die zur Stabilisierung und Erneuerung sozial-ökologischer Systeme beitragen (Cave und Dredge 2020; Bellato et al. 2023). Aufbauend auf der Multi-Level-Perspektive der Transformationsforschung rückt der Beitrag die Rolle von Change Agents in Destinationen in den Fokus. Auf Basis einer empirischen Untersuchung unter Gastgeberbetrieben in vier Großschutzgebieten zeigt sich, dass regenerativer Tourismus bislang nur begrenzt umgesetzt wird und insbesondere Transformationswissen, Ressourcen und Umsetzungskompetenzen fehlen. Gleichzeitig wird deutlich, dass nachhaltige und regenerative Entwicklung in Destinationen vor allem im Zusammenspiel verschiedener Akteure erfolgt und Netzwerken als potenziellen kollektiven Change Agents eine zentrale Rolle zukommt, indem sie Wissen bündeln, Akteure verbinden und Transformationsprozesse unterstützen.

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Netzwerke als kollektive Change Agents in Destinationen: Perspektiven von Gastgebenden in Natur- und Nationalparks auf regenerativen Tourismus

  • Kerstin Ihle,
  • Monika Bachinger

摘要

Touristische Aktivitäten stehen zunehmend im Spannungsfeld ökologischer und sozialer Herausforderungen und verstärken den Ruf nach einer grundlegenden Transformation von Destinationen in Richtung Nachhaltigkeit und Regeneration. Im Zentrum steht dabei nicht nur die Reduktion negativer Wirkungen, sondern ein systemischer Wandel hin zu Entwicklungsprozessen, die zur Stabilisierung und Erneuerung sozial-ökologischer Systeme beitragen (Cave und Dredge 2020; Bellato et al. 2023). Aufbauend auf der Multi-Level-Perspektive der Transformationsforschung rückt der Beitrag die Rolle von Change Agents in Destinationen in den Fokus. Auf Basis einer empirischen Untersuchung unter Gastgeberbetrieben in vier Großschutzgebieten zeigt sich, dass regenerativer Tourismus bislang nur begrenzt umgesetzt wird und insbesondere Transformationswissen, Ressourcen und Umsetzungskompetenzen fehlen. Gleichzeitig wird deutlich, dass nachhaltige und regenerative Entwicklung in Destinationen vor allem im Zusammenspiel verschiedener Akteure erfolgt und Netzwerken als potenziellen kollektiven Change Agents eine zentrale Rolle zukommt, indem sie Wissen bündeln, Akteure verbinden und Transformationsprozesse unterstützen.