In der Frühzeit der Kirchengeschichte lebten Eremiten als „religiöse Virtuosen“ (Max Weber) in Einsiedeleien, kontemplativ auf Gott ausgerichtet. Zwischen Spätantike und dem frühen Mittelalter entstehen christliche Klöster in Organisationsformen (Rühl 1993a; Frank 1996; Lohse 1969). Klösterliche Mauern symbolisieren keine trennenden Grenzen; sie machen einen Unterschied zwischen dem Innen und dem Außen, in der Erwartung, vorausgegangene Kommunikationsformen zu erneuern.

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Das mittelalterliche Kloster und seine Mitwelt

  • Manfred Rühl

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In der Frühzeit der Kirchengeschichte lebten Eremiten als „religiöse Virtuosen“ (Max Weber) in Einsiedeleien, kontemplativ auf Gott ausgerichtet. Zwischen Spätantike und dem frühen Mittelalter entstehen christliche Klöster in Organisationsformen (Rühl 1993a; Frank 1996; Lohse 1969). Klösterliche Mauern symbolisieren keine trennenden Grenzen; sie machen einen Unterschied zwischen dem Innen und dem Außen, in der Erwartung, vorausgegangene Kommunikationsformen zu erneuern.