Angesichts der Vielzahl an Forschungsansätzen im Bereich der Resilienz konzentriert sich dieses Buch auf die zentralen Erkenntnisse der Resilienzforschung des Forschungsinstituts K.O.M. GmbH in Allensbach, der Universität Konstanz und der Universität Osnabrück. Ergänzend werden ausgewählte frühere sowie aktuelle Studien zu Resilienzkategorien und deren Wirkmechanismen berücksichtigt. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der psychologischen Resilienz, während ökonomische Resilienz und Teamresilienz nur am Rande betrachtet werden. Die Ursprünge der Resilienzforschung gehen auf Anton Antonovsky und sein Konzept der Salutogenese in den 1970er Jahren zurück. Seine Arbeiten leiteten einen Paradigmenwechsel in den Human‐ und Sozialwissenschaften ein, die zuvor primär von Ätiologie und Pathogenese geprägt waren. Antonovsky richtete den wissenschaftlichen Fokus verstärkt auf gesundheitsfördernde, ressourcenorientierte und präventive Ansätze menschlichen Verhaltens. Alle relevanten Forschungsarbeiten teilen das zentrale Anliegen, zu verstehen, wie die verschiedenen Resilienzkategorien miteinander interagieren und wie sich der individuelle Resilienzprozess als lebenslanger Lernprozess beschreiben lässt (vgl. Lohse, 2021: 21).

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Wissenschaftliche Grundlagen und Modelle

  • Winfried Neun

摘要

Angesichts der Vielzahl an Forschungsansätzen im Bereich der Resilienz konzentriert sich dieses Buch auf die zentralen Erkenntnisse der Resilienzforschung des Forschungsinstituts K.O.M. GmbH in Allensbach, der Universität Konstanz und der Universität Osnabrück. Ergänzend werden ausgewählte frühere sowie aktuelle Studien zu Resilienzkategorien und deren Wirkmechanismen berücksichtigt. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der psychologischen Resilienz, während ökonomische Resilienz und Teamresilienz nur am Rande betrachtet werden. Die Ursprünge der Resilienzforschung gehen auf Anton Antonovsky und sein Konzept der Salutogenese in den 1970er Jahren zurück. Seine Arbeiten leiteten einen Paradigmenwechsel in den Human‐ und Sozialwissenschaften ein, die zuvor primär von Ätiologie und Pathogenese geprägt waren. Antonovsky richtete den wissenschaftlichen Fokus verstärkt auf gesundheitsfördernde, ressourcenorientierte und präventive Ansätze menschlichen Verhaltens. Alle relevanten Forschungsarbeiten teilen das zentrale Anliegen, zu verstehen, wie die verschiedenen Resilienzkategorien miteinander interagieren und wie sich der individuelle Resilienzprozess als lebenslanger Lernprozess beschreiben lässt (vgl. Lohse, 2021: 21).