Die Beiträge von Bruno Latour liefern relevante Impulse für die theoretische Weiterentwicklung und die Selbstreflexion der Erziehungswissenschaft. Latour bietet umfangreiche Anknüpfungsmöglichkeiten, insbesondere durch seine Arbeiten in den Science and Technology Studies, in denen er die Produktion wissenschaftlicher Fakten untersucht und die Idee einer Gesellschaft als Labor entwickelt. Er öffnet das Feld für anthropologische und sozialwissenschaftliche Forschung, indem er den handlungsorientierten Charakter von Wissenschaft betont und einen Wandel hin zu einer Kultur der Forschung proklamiert. Der Beitrag untersucht Wechselwirkungen und diskutiert die Implikationen von Latours Theorien für die Wissenschaftsforschung in der Erziehungswissenschaft, insbesondere im Hinblick auf die Einnahme einer symmetrischen, assoziativen Haltung und die Wahrnehmung konvergierender Räume. Gleichzeitig wird gezeigt, dass sich diese Prinzipien bereits in Ansätzen der Erziehungswissenschaft wiederfinden lassen. Daraus ergeben sich neue Grenzfragen, zumal Latour für die Auflösung von Grenzen bei gleichzeitiger Förderung kollektiver Formationsprozesse plädiert.

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Experiment und Evidenz: Die Welt als erziehungswissenschaftliches Labor

  • Susann Hofbauer

摘要

Die Beiträge von Bruno Latour liefern relevante Impulse für die theoretische Weiterentwicklung und die Selbstreflexion der Erziehungswissenschaft. Latour bietet umfangreiche Anknüpfungsmöglichkeiten, insbesondere durch seine Arbeiten in den Science and Technology Studies, in denen er die Produktion wissenschaftlicher Fakten untersucht und die Idee einer Gesellschaft als Labor entwickelt. Er öffnet das Feld für anthropologische und sozialwissenschaftliche Forschung, indem er den handlungsorientierten Charakter von Wissenschaft betont und einen Wandel hin zu einer Kultur der Forschung proklamiert. Der Beitrag untersucht Wechselwirkungen und diskutiert die Implikationen von Latours Theorien für die Wissenschaftsforschung in der Erziehungswissenschaft, insbesondere im Hinblick auf die Einnahme einer symmetrischen, assoziativen Haltung und die Wahrnehmung konvergierender Räume. Gleichzeitig wird gezeigt, dass sich diese Prinzipien bereits in Ansätzen der Erziehungswissenschaft wiederfinden lassen. Daraus ergeben sich neue Grenzfragen, zumal Latour für die Auflösung von Grenzen bei gleichzeitiger Förderung kollektiver Formationsprozesse plädiert.