Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Aufkommen und der Verbreitung der Jahrgangsklasse als schulisches Unterrichtsorganisationsmodell und untersucht dies anhand der Entwicklungen des Schulsystems von New York City im langen 19. Jahrhundert. Um die Entstehungszusammenhänge der altersgestuften Klasseneinteilung genauer zu betrachten und die daraus resultierenden Wandlungsprozesse des städtischen Schulsystems zu verdeutlichen, wird die Akteur-Netzwerk-Theorie als Forschungsperspektive genutzt. Dieser Zugang eröffnet die Möglichkeit, genauer untersuchen zu können, in welchen Konstellationen von menschlichen, und vor allem auch nicht-menschlichen Akteuren sich die Jahrgangsklasse als übergreifendes Organisationsmodell durchsetzen konnte. Daraus ergeben sich zwei Akteurnetzwerke, die die Verbindungen und den Einfluss von verschiedenen Akteuren auf die Frage von Schulorganisation an zwei Zeitpunkten aufzeigen. Mithilfe der sich daraus ergebenden Konstellationen lotet der Beitrag Überlegungen dahingehend aus, welche Potenziale sich für die bildungshistorische Forschung durch den Rückgriff auf die Akteur-Netzwerk-Theorie ergeben können, und wo diese Perspektive an ihre Grenzen stößt.

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Das Klassenzimmer als Assemblage: Die Institutionalisierung der Jahrgangsklasse in New York Citys Public Schools (1805–1921)

  • Fanny Isensee

摘要

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Aufkommen und der Verbreitung der Jahrgangsklasse als schulisches Unterrichtsorganisationsmodell und untersucht dies anhand der Entwicklungen des Schulsystems von New York City im langen 19. Jahrhundert. Um die Entstehungszusammenhänge der altersgestuften Klasseneinteilung genauer zu betrachten und die daraus resultierenden Wandlungsprozesse des städtischen Schulsystems zu verdeutlichen, wird die Akteur-Netzwerk-Theorie als Forschungsperspektive genutzt. Dieser Zugang eröffnet die Möglichkeit, genauer untersuchen zu können, in welchen Konstellationen von menschlichen, und vor allem auch nicht-menschlichen Akteuren sich die Jahrgangsklasse als übergreifendes Organisationsmodell durchsetzen konnte. Daraus ergeben sich zwei Akteurnetzwerke, die die Verbindungen und den Einfluss von verschiedenen Akteuren auf die Frage von Schulorganisation an zwei Zeitpunkten aufzeigen. Mithilfe der sich daraus ergebenden Konstellationen lotet der Beitrag Überlegungen dahingehend aus, welche Potenziale sich für die bildungshistorische Forschung durch den Rückgriff auf die Akteur-Netzwerk-Theorie ergeben können, und wo diese Perspektive an ihre Grenzen stößt.