Resümee
摘要
Wie gestaltet sich das strukturelle Verhältnis zwischen Schule langfristigem schulischen Auslandsaufenthalt? Diese Frage begründete das forschungsleitende Hauptanliegen der vorliegenden Untersuchung. Dem zugrunde lag die zunächst medial- wie alltagsdiskursiv beobachtbare Omnipräsenz einer Akklamation langfristiger schulischer Auslandsaufenthalte und ihres Prestiges (Stichweh & Wernet, 2023, S. 106; Zick et al., 2020, S. 11). Der sich auch in der jüngeren Forschung kontinuierende Verweis auf die distinktionswirksame Generierung transnationalen Kapitals in Gestalt auslandsmobiler Praktiken im Kontext der Schule (Carlson et al., 2014, 127 ff.; Gerhards et al., 2014, S. 11, 2016, S. 14; Zymek, 2022, S. 1431) in Anbetracht der Tatsache, dass dieser symbolische Kapitalmodus in seiner potenziell stratifizierenden Wirkung in erster Linie auf den nationalen Herkunftskontext gerichtet ist (Deppe, 2019, S. 114), machte auf das Desiderat der vorliegenden Arbeit aufmerksam. Das folgende Kapitel zeichnet den Gang der vorliegenden Untersuchung nach und weist die zentralen Befunde, Limitationen sowie sich ergebende Desiderate aus.