Das Paradigma Durchlässigkeit und die wissenschaftliche Weiterbildung
摘要
Drei Diskurse lassen sich identifizieren, die für den paradigmatischen Status der Durchlässigkeit in die hochschulische Bildung konstitutiv sind: Durchlässigkeit gilt als Instrument zur Reduzierung von Bildungsungleichheit, sie ist in Deutschland seit den 1980er-Jahren berufsbildungspolitisches Reformvorhaben und seit zwei Dekaden Zielsetzung bei der Schaffung eines europäischen Raumes des Lebenslangen Lernens. Auf Basis dieser Diskurse und der Einordnung der wissenschaftlichen Weiterbildung als ein sich im institutionellen Wandel befindliches Feld, ergeben sich neue Anforderungen an durchlässige Bildungswege in die Weiterbildung. Diese werden am Beispiel der verschiedenen und teilweise neuen Studienformate wissenschaftlicher Weiterbildung aufgegriffen. Deutlich wird dabei die Komplexität der Anforderungen, die mit der Realisierung durchlässiger Bildungswege in Studienangebote der wissenschaftlichen Weiterbildung verbunden ist. Beobachtbar sind länder- und hochschulrechtliche Unterschiede der Umsetzung.