Die Digitalisierung und technologische Entwicklungen haben die Bedeutung visueller Kommunikation in den Medien deutlich erhöht. Im Fotojournalismus können Darstellungen einem lösungsorientierten oder einem problemorientierten Ansatz folgen. Die vorliegende Studie untersucht in einem experimentellen Design die Wirkung beider Ansätze auf die Wahrnehmung und Verhaltensintentionen des Publikums und analysiert mithilfe von Experteninterviews, in welchem Ausmaß das Konzept des lösungsorientierten Fotojournalismus in rumänischen Redaktionen bekannt ist und Anwendung findet. Das Online-Experiment wurde in einem 2×2-Between-Subjects-Design durchgeführt (lösungsorientierter vs. problemorientierter Fotojournalismus × glaubwürdige vs. unglaubwürdige Quelle) und umfasste 161 Studierende zweier rumänischer Universitäten. Die Teilnehmenden sahen zufällig eines von acht Stimulusmaterialien im Format eines Facebook-Posts, bestehend aus einem Bild und einem kurzen neutralen Text. Die Ergebnisse zeigen, dass lösungsorientierte Fotografien zu positiveren Bewertungen führen, während problemorientierte Fotografien stärkere Verhaltensintentionen zur Reduktion der Folgen des Klimawandels auslösen. Die Studie trägt damit zu einem besseren Verständnis der Wirkung unterschiedlicher visueller journalistischer Strategien bei und eröffnet Perspektiven für deren Relevanz im redaktionellen Kontext. 

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Einleitung

  • Alfred Ludovic Fellner

摘要

Die Digitalisierung und technologische Entwicklungen haben die Bedeutung visueller Kommunikation in den Medien deutlich erhöht. Im Fotojournalismus können Darstellungen einem lösungsorientierten oder einem problemorientierten Ansatz folgen. Die vorliegende Studie untersucht in einem experimentellen Design die Wirkung beider Ansätze auf die Wahrnehmung und Verhaltensintentionen des Publikums und analysiert mithilfe von Experteninterviews, in welchem Ausmaß das Konzept des lösungsorientierten Fotojournalismus in rumänischen Redaktionen bekannt ist und Anwendung findet. Das Online-Experiment wurde in einem 2×2-Between-Subjects-Design durchgeführt (lösungsorientierter vs. problemorientierter Fotojournalismus × glaubwürdige vs. unglaubwürdige Quelle) und umfasste 161 Studierende zweier rumänischer Universitäten. Die Teilnehmenden sahen zufällig eines von acht Stimulusmaterialien im Format eines Facebook-Posts, bestehend aus einem Bild und einem kurzen neutralen Text. Die Ergebnisse zeigen, dass lösungsorientierte Fotografien zu positiveren Bewertungen führen, während problemorientierte Fotografien stärkere Verhaltensintentionen zur Reduktion der Folgen des Klimawandels auslösen. Die Studie trägt damit zu einem besseren Verständnis der Wirkung unterschiedlicher visueller journalistischer Strategien bei und eröffnet Perspektiven für deren Relevanz im redaktionellen Kontext.