„Zur Notwendigkeit habitueller Krisen“ – Konsequenzen für die Professionalisierung von Seiteneinsteigenden
摘要
Im Anschluss an meine Ausführungen zur Bedarfskrise bzw. zur Relevanz von Seiteneinsteigenden im deutschen Schulsystem in Kapitel 1 und 2 möchte ich argumentieren, dass sich diese Krise in zwei Richtungen ausdifferenziert: Zum einen in quantitativer Dimension als kurz- und langfristiges Fehlen von Lehrpersonen, welches die Politik zu bearbeiten und langfristig zu beheben hat. Zum anderen dokumentiert sich die Bedarfskrise als spezifisch qualitatives Problem des Feldes der LehrerInnenbildung. Man könnte sagen, im populär-journalistischen Diskurs über fehlende Lehrer läuft die Frage nach Eignung, Qualifizierung, Integrität und Leistungsfähigkeit von Qualifizierungsmaßnahmen gewissermaßen heimlich mit und wird durch Pädagogik und Bildungswissenschaften mal lauter, mal leiser zur Sprache gebracht.