Die Maschine „KI“ – Gesamtgesellschaftliche Herausforderung und (medien-)pädagogische Aufgabe
摘要
Der Beitrag analysiert die gesamtgesellschaftlichen und insbesondere die medienpädagogischen Herausforderungen, die mit der Existenz „Künstlicher Intelligenz“ (KI) einhergehen. KI-Modelle werden als interaktive, zeichenverarbeitende Maschinen beschrieben, deren zunehmende Kompliziertheit, verbunden mit einer oft unreflektierten Nutzung, zu einer Vermenschlichung in der Wahrnehmung führt. Die Autorin und die Autoren erfassen KI-Modelle als Objekte der Aneignung als einerseits außerhalb des Subjektes stehende, seiner Wahrnehmung und seinem Bewusstsein äußerliche und andererseits in sein Denken und Handeln einzubettende Gegenstände. Die Medienpädagogik erhält die klare Aufgabe, die Menschen zu befähigen, KI kritisch zu reflektieren, ihre Funktionsweise zu verstehen und sie souverän und verantwortungsvoll als digitales Medium zu nutzen. Die Auseinandersetzung mit KI-Modellen bzw. deren Aneignung wird als kollektive Lernaufgabe beschrieben, die expansive Transformationsprozesse in den (medien-)pädagogischen Tätigkeitssystemen einfordert. Aufzudeckende Widersprüche und Konflikte werden als Ausgangspunkte für die Transformation identifiziert, deren Ziel eine „Kultur der Digitalität“ ist. Die Autorin und die Autoren fordern von den medienpädagogisch Handelnden, dass diese den öffentlichen Diskurs über KI stärken, Transparenz fordern und die menschliche Souveränität gegenüber der Maschine „KI“ sichern.