Was sind Kennzeichen einer guten schulischen Extremismusprävention? 12 Thesen zur Radikalisierungsprävention in schulischen Kontexten
摘要
Michael Kiefer betont die zentrale Rolle der Schule in der Extremismusprävention, insbesondere im Bereich der sekundären Prävention. Diese richtet sich an gefährdete Schüler:innen und erfordert gut geplante Maßnahmen. Ein gemeinsamer Präventionsbegriff und klar definierte Ziele sind dafür unerlässlich. Prävention soll Bildungsbiografien sichern, nicht sanktionieren. Wichtig ist eine ressourcenorientierte Haltung, die Stigmatisierung vermeidet und individuelle Lebenslagen berücksichtigt. Kiefer warnt vor vorschnellen Interventionen, die das Vertrauensverhältnis beschädigen können. Maßnahmen sollten daher im Mehraugenprinzip vorbereitet, auf fundierter Recherche basieren und mögliche negative Effekte reflektieren. Eine erfolgreiche Prävention erfordert klare Zuständigkeiten, Kooperation schulischer und außerschulischer Akteure sowie methodisch geschulte Fachkräfte. Konzepte wie Haim Omers „Wachsame Sorge“ betonen die Bedeutung von Beziehungsarbeit und Präsenz in Krisen. Regelmäßige Evaluationen sichern die Qualität und Weiterentwicklung. Insgesamt plädiert Kiefer für eine reflektierte, professionelle und gut vernetzte schulische Präventionspraxis.