Die Diskontierung von Sicherheitsäquivalenten ist eine mögliche Methode zur Analyse risikobehafteter Zahlungsströme, indem diese in zu sicheren Zahlungen äquivalente Beträge transformiert und anschließend mit risikolosen Zinssätzen diskontiert werden. Das Verfahren geht mit restriktiven Annahmen einher, die insbesondere in der deutschsprachigen Literatur kontrovers diskutiert wurden. In dieser Diskussion blieb bisher weitgehend unberücksichtigt, dass die Sicherheitsäquivalentmethode eine statische Zinsstrukturkurve unterstellt und damit Zinsänderungsrisiken vernachlässigt werden. Dieser Umstand ist problematisch, da Zinsänderungsrisiken im Rahmen der Investitionsrechnung längerfristige Projekte mit zeitlich nachgelagerten Auszahlungen stärker treffen und Vergleiche zwischen Projekten unterschiedlicher Laufzeiten und Zahlungszeitpunkten verzerren können. In diesem Beitrag beleuchten wir die Sicherheitsäquivalentmethode daher vor dem Hintergrund einer volatilen Zinsstrukturkurve. Wir zeigen, dass Veränderungen der Zinsstrukturkurve nicht nur häufig auftreten, sondern auch innerhalb kürzester Zeit ökonomisch bedeutsam sein können. Um Lösungsansätze zu entwickeln, greifen wir auf das aus dem Risikomanagement bekannte Konzept der Duration zurück. Wir schlagen eine Anpassung der zugrunde liegenden Methodik vor, um Zinsrisiken in der Bewertungsrechnung zu berücksichtigen.

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Zur Diskontierung von Sicherheitsäquivalenten bei Zinsänderungsrisiko

  • Dennis Dreusch,
  • Gunnar Niemann,
  • Peter Reichling

摘要

Die Diskontierung von Sicherheitsäquivalenten ist eine mögliche Methode zur Analyse risikobehafteter Zahlungsströme, indem diese in zu sicheren Zahlungen äquivalente Beträge transformiert und anschließend mit risikolosen Zinssätzen diskontiert werden. Das Verfahren geht mit restriktiven Annahmen einher, die insbesondere in der deutschsprachigen Literatur kontrovers diskutiert wurden. In dieser Diskussion blieb bisher weitgehend unberücksichtigt, dass die Sicherheitsäquivalentmethode eine statische Zinsstrukturkurve unterstellt und damit Zinsänderungsrisiken vernachlässigt werden. Dieser Umstand ist problematisch, da Zinsänderungsrisiken im Rahmen der Investitionsrechnung längerfristige Projekte mit zeitlich nachgelagerten Auszahlungen stärker treffen und Vergleiche zwischen Projekten unterschiedlicher Laufzeiten und Zahlungszeitpunkten verzerren können. In diesem Beitrag beleuchten wir die Sicherheitsäquivalentmethode daher vor dem Hintergrund einer volatilen Zinsstrukturkurve. Wir zeigen, dass Veränderungen der Zinsstrukturkurve nicht nur häufig auftreten, sondern auch innerhalb kürzester Zeit ökonomisch bedeutsam sein können. Um Lösungsansätze zu entwickeln, greifen wir auf das aus dem Risikomanagement bekannte Konzept der Duration zurück. Wir schlagen eine Anpassung der zugrunde liegenden Methodik vor, um Zinsrisiken in der Bewertungsrechnung zu berücksichtigen.