Der vorliegende Beitrag greift das unscharfe, regelbasierte Entscheidungsmodell nach Siegling, Spengler & Herzog (2023) auf, das auf dem Normativen Entscheidungsmodell von Vroom & Yetton (1973) basiert und erweitert dieses um zentrale individuelle Einflussgrößen. Aufbauend auf den bestehenden sieben Regelblöcken wird das Modell um die Merkmale Motivation und Qualifikation eines Mitarbeiters bzw. mehrerer Mitarbeiter ergänzt. Die Ausprägung der Motivation ergibt sich dabei aus den Ausprägungen des Leistungsmotivs und dem Anspruchsniveau einer zu treffenden Entscheidung. Durch die Kombination von Motivation und Qualifikation lässt sich ein situationsspezifischer Reifegrad ableiten, der in Anlehnung an die Situative Führungstheorie nach Hersey et al. (1996) die Partizipationsrate weiter differenziert. Unter Verwendung der Fuzzy-Logik wird exemplarisch gezeigt, dass die Berücksichtigung motivationaler und qualitativer Persönlichkeitsmerkmale im Rahmen der Modellerweiterung zu deutlich veränderten Partizipationsempfehlungen führen kann.

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Regelbasierte Führungsstilwahl unter Berücksichtigung individueller Persönlichkeitsdeterminanten

  • Kim Michelle Staufenbiel

摘要

Der vorliegende Beitrag greift das unscharfe, regelbasierte Entscheidungsmodell nach Siegling, Spengler & Herzog (2023) auf, das auf dem Normativen Entscheidungsmodell von Vroom & Yetton (1973) basiert und erweitert dieses um zentrale individuelle Einflussgrößen. Aufbauend auf den bestehenden sieben Regelblöcken wird das Modell um die Merkmale Motivation und Qualifikation eines Mitarbeiters bzw. mehrerer Mitarbeiter ergänzt. Die Ausprägung der Motivation ergibt sich dabei aus den Ausprägungen des Leistungsmotivs und dem Anspruchsniveau einer zu treffenden Entscheidung. Durch die Kombination von Motivation und Qualifikation lässt sich ein situationsspezifischer Reifegrad ableiten, der in Anlehnung an die Situative Führungstheorie nach Hersey et al. (1996) die Partizipationsrate weiter differenziert. Unter Verwendung der Fuzzy-Logik wird exemplarisch gezeigt, dass die Berücksichtigung motivationaler und qualitativer Persönlichkeitsmerkmale im Rahmen der Modellerweiterung zu deutlich veränderten Partizipationsempfehlungen führen kann.