Die digitale Transformation der Wasserwirtschaft führt zu einer wachsenden Heterogenität von Datenquellen, Formaten und Aktualisierungsfrequenzen. Unterschiedliche institutionelle Zuständigkeiten, technische Standards und fachliche Begriffswelten erschweren die nahtlose Integration von Datenströmen über Behördengrenzen, Disziplinen oder gar Mitgliedsstaaten der EU hinweg. Diese Fragmentierung steht der schnellen Entwicklung innovativer Anwendungen wie Verfahren der künstlichen Intelligenz oder Digitaler Zwillinge entgegen. Linked Data Event Streams (LDES) bieten einen vielversprechenden Ansatz, um dieser Heterogenität zu begegnen. Durch die konsequente Nutzung von Linked Data-Prinzipien ermöglichen LDES die standardisierte, semantisch angereicherte und versionierte Bereitstellung von dynamischen Daten. Die Datenquellen bleiben dabei in dezentraler Zuständigkeit, während von datenvermittelnden Stellen gezielt Teilmengen abgerufen werden können – sei es nach Zeit, Raum oder thematischen Kriterien. Diese werden dann in geeigneten Kommunikationsformaten den eigentlichen Bedarfsträgern Use-Case spezifisch bereitgestellt. Somit wird nicht nur der Aufwand für Datenharmonisierung und das Übertragungsvolumen der Datenpakete verringert, sondern auch die Interoperabilität über verschiedene Sektoren hinweg erhöht. Im Beitrag wird aufgezeigt, welche Rolle LDES als neue Herangehensweise für zukünftige effiziente Datenflüsse spielen können – insbesondere im Wasserbereich, wo Echtzeitdaten, Zeitreihen und verknüpfte Infrastrukturdaten zunehmend gefordert sind. Konkrete Anwendungsbeispiele, methodische Überlegungen und offene Herausforderungen werden diskutiert.

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Umgang mit heterogenen Daten in der Wasserwirtschaft

  • Stephan Hofmann

摘要

Die digitale Transformation der Wasserwirtschaft führt zu einer wachsenden Heterogenität von Datenquellen, Formaten und Aktualisierungsfrequenzen. Unterschiedliche institutionelle Zuständigkeiten, technische Standards und fachliche Begriffswelten erschweren die nahtlose Integration von Datenströmen über Behördengrenzen, Disziplinen oder gar Mitgliedsstaaten der EU hinweg. Diese Fragmentierung steht der schnellen Entwicklung innovativer Anwendungen wie Verfahren der künstlichen Intelligenz oder Digitaler Zwillinge entgegen. Linked Data Event Streams (LDES) bieten einen vielversprechenden Ansatz, um dieser Heterogenität zu begegnen. Durch die konsequente Nutzung von Linked Data-Prinzipien ermöglichen LDES die standardisierte, semantisch angereicherte und versionierte Bereitstellung von dynamischen Daten. Die Datenquellen bleiben dabei in dezentraler Zuständigkeit, während von datenvermittelnden Stellen gezielt Teilmengen abgerufen werden können – sei es nach Zeit, Raum oder thematischen Kriterien. Diese werden dann in geeigneten Kommunikationsformaten den eigentlichen Bedarfsträgern Use-Case spezifisch bereitgestellt. Somit wird nicht nur der Aufwand für Datenharmonisierung und das Übertragungsvolumen der Datenpakete verringert, sondern auch die Interoperabilität über verschiedene Sektoren hinweg erhöht. Im Beitrag wird aufgezeigt, welche Rolle LDES als neue Herangehensweise für zukünftige effiziente Datenflüsse spielen können – insbesondere im Wasserbereich, wo Echtzeitdaten, Zeitreihen und verknüpfte Infrastrukturdaten zunehmend gefordert sind. Konkrete Anwendungsbeispiele, methodische Überlegungen und offene Herausforderungen werden diskutiert.