US-Nexus
摘要
Der „US-Nexus“ fungiert als zentrales Einfallstor für die Anwendbarkeit des US-Exportkontroll- und Sanktionsrechts auf Nicht-US-Unternehmen. Er entsteht insbesondere durch (i) US-Güter bzw. „items subject to the EAR“ (Reexport, De-minimis-Regel, Foreign Direct Product), (ii) die Beteiligung von US-Personen bzw. „owned or controlled“-Konstellationen – insbesondere im Rahmen der Kuba- und Iran-Sanktionsregime – sowie (iii) vertragliche Anknüpfungspunkte wie US-Dollar-Zahlungen über CHIPS oder Fedwire oder das „causing“-Konzept. Ergänzend können Secondary Sanctions auch ohne klassischen Nexus erhebliche Risiken begründen. Für europäische Unternehmen folgt daraus die Notwendigkeit, die Nexus-Prüfung und das Screening systematisch in die Compliance-Organisation zu integrieren, da in der Enforcement-Praxis bereits minimale US-Bezüge regelmäßig ausreichen.