Integration stellt einen zentralen Begriff für gesellschaftliche Selbstverständigungsprozesse und Aushandlungen über die Beschaffenheit sozialer Wirklichkeit dar, der seine Brisanz insbesondere aufgrund seines Doppelcharakters als analytisch-wissenschaftliches Konzept einerseits und als normativ-politisches Schlagwort andererseits erlangt (Geißler & Pöttker, 2006, S. 17 f.). Mit Fritz Hermanns (1994, S. 18) lässt sich von einem „Hochwertwort“ sprechen, also einem Begriff, der im gesamtgesellschaftlichen Diskurs tendenziell positiv konnotiert ist und dessen normative Erwünschtheit in der Regel nicht hinterfragt wird. Integration beschreibt in diesem Sinne „eine ‚erwünschte‘ Entwicklung mit bestimmten definierten Zielvorstellungen, die vor allem von der Mehrheitsbevölkerung vorgegeben werden“ (Herczeg, 2010, S. 170).

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Das Paradigma der Integration – ein kurzer Abriss

  • Theresa Klinglmayr

摘要

Integration stellt einen zentralen Begriff für gesellschaftliche Selbstverständigungsprozesse und Aushandlungen über die Beschaffenheit sozialer Wirklichkeit dar, der seine Brisanz insbesondere aufgrund seines Doppelcharakters als analytisch-wissenschaftliches Konzept einerseits und als normativ-politisches Schlagwort andererseits erlangt (Geißler & Pöttker, 2006, S. 17 f.). Mit Fritz Hermanns (1994, S. 18) lässt sich von einem „Hochwertwort“ sprechen, also einem Begriff, der im gesamtgesellschaftlichen Diskurs tendenziell positiv konnotiert ist und dessen normative Erwünschtheit in der Regel nicht hinterfragt wird. Integration beschreibt in diesem Sinne „eine ‚erwünschte‘ Entwicklung mit bestimmten definierten Zielvorstellungen, die vor allem von der Mehrheitsbevölkerung vorgegeben werden“ (Herczeg, 2010, S. 170).