Von Auferstehungshoffnung reden. Zur Widerständigkeit des Evangeliums angesichts des leiblichen Todes
摘要
Was gibt es auf dem Friedhof angesichts des Todes noch zu sagen? An der Beantwortung dieser Frage wird deutlich, wie ein Mensch über den Tod denkt und worin seine Hoffnung angesichts des Todes begründet ist. Insofern kann die Theologie für den Umgang mit Sterben und Tod entscheidend sein. In den Briefen an seine Gemeinden macht Paulus den Christusgläubigen deutlich, was ihr Christusglaube für ihr Denken über den Tod bedeutet. Er entzieht sich dabei der Möglichkeit, die Frage anhand eines Leib-Seele-Dualismus zu beantwortet. Da er eine ganzheitliche Anthropologie voraussetzt, muss Paulus auch eine Auferstehungshoffnung leiblich denken. Dies geschieht allerdings nicht naiv, sondern mittels des Gedankens einer „Verwandlung“ in eine neue Leiblichkeit. Mit diesem Gedanken wird die Identität des Verstorbenen gewahrt. Für die christliche Verkündigung ergibt sich daraus die Möglichkeit, das Leben des Verstorbenen ins Licht der Auferstehungsbotschaft zu stellen und in diesem Licht Spuren einer Auferstehungshoffnung zu entdecken.