Zusammenfassung und Diskussion der Befunde
摘要
Einige prominente, aufsehenserregende Protestbewegungen der Gegenwart oder der vergangenen Jahre legen den Schluss nahe, dass Aktivist:innen in ihrer Kommunikation und in der Organsiation von Aktionen äußerst strategisch vorgehen, um mediale Aufmerksamkeit zu generieren. In der kommunikationswissenschaftlichen und der weiteren Bewegungsforschung stand ausgehend von solchen Beobachtungen heraus lange unbestritten fest, dass Protestbewegungen im Grunde „immer schon medialisiert“ waren oder sich zunehmend professionalisieren. Die vorliegende Untersuchung hat sich diesen Annahmen empirisch genähert und einen detaillierten Einblick in die Kommunikationsbemühungen von Protestbewegungen und damit verbundene strategische (Nicht-)Anpassungsleistungen gegeben. Ausgehend davon formuliert das nachfolgende Kapitel acht Thesen und ordnet entlang dieser die Ergebnisse der Untersuchung ein. Diese Thesen sind keinesfalls als forschungsgerichtete Hypothesen zu verstehen, sondern haben den Charakter, die theoretischen Forschungsannahmen im Sinne des Medialisierungsparadigmas pointiert wiederzugeben, um daran die Erkenntnisse dieser Arbeit zu diskutieren und der Ausgangsthese mit einem ausdifferenzierten, empirischen Blick zu begegnen.