Medialisierung und Protestbewegungen
摘要
‚Medien‘ können für Protestbewegungen eine zentrale Bedeutung einnehmen – etwa in ihrer Funktion als Interessenvermittler oder im Entstehungsprozess. Das Spannungsfeld zwischen Medien und Protestbewegungen wird in der Literatur gemeinhin als Abhängigkeitsverhältnis beschrieben. Diese Beschreibung gleicht den Grundannahmen des Medialisierungsparadigmas. Das Kapitel greift die theoretische Perspektive des Medialisierungsparadigmas in der Politischen Kommunikation auf und diskutiert dessen Entwicklung (Abschnitt 3.1). Darauf aufbauend werden Ursachen (Abschnitt 3.1.1), (wahrgenommene) Medienlogiken (Abschnitt 3.1.2), die Aneignung dieser (Abschnitt 3.1.3) sowie (Nicht-)Anpassungsleistungen (Abschnitt 3.1.4) erörtert. Es gibt zugleich einen Überblick über den Forschungsstand, wie Aktivist:innen ‚Medien‘ wahrnehmen und welche Kommunikationsstrategien sich bei Bewegungen empirisch beobachten lassen (Abschnitt 3.2).