Kapitel 3 behandelt den rechtlichen und inhaltlichen Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. Es erläutert, dass die europäischen Richtlinien NFRD und CSRD zentrale Grundlagen bilden, deren nationale Umsetzung in Deutschland und Österreich jedoch noch aussteht. Dadurch sind staatliche Fachhochschulen derzeit nur mittelbar betroffen, insbesondere wenn sie in kapitalgesellschaftlicher Form organisiert sind. In Deutschland ergibt sich eine Relevanz vor allem aus Landeshochschulgesetzen und thematisch verwandten Gesetzen wie dem Klimaschutzgesetz oder dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. In Österreich sind durch das Unternehmensgesetzbuch (UGB) und das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) ebenfalls indirekte Pflichten für größere oder kapitalmarktorientierte Einrichtungen ableitbar. Das Kapitel definiert Nachhaltigkeit als Zusammenspiel ökologischer, sozialer und ökonomischer Dimensionen und betont deren zunehmende Bedeutung für Hochschulen. Nachhaltigkeitsberichterstattung dient nicht nur der Transparenz, sondern auch der strategischen Positionierung und Steuerung von Hochschulen. Viele Fachhochschulen erstellen bereits freiwillige Berichte, oft angelehnt an Standards wie GRI mit Anpassungen oder den Hochschul-DNK. Wichtige Hindernisse sind fehlende gesetzliche Verpflichtungen, unklare Zuständigkeiten und begrenzte Ressourcen. Das Kapitel schließt mit einem Zwischenfazit, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung an staatlichen Fachhochschulen noch uneinheitlich ist, aber zunehmend als zentrales Steuerungs- und Qualitätsinstrument erkannt wird.

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Nachhaltigkeitsberichterstattung im Hochschulkontext

  • Daniel Simon Schaebs

摘要

Kapitel 3 behandelt den rechtlichen und inhaltlichen Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. Es erläutert, dass die europäischen Richtlinien NFRD und CSRD zentrale Grundlagen bilden, deren nationale Umsetzung in Deutschland und Österreich jedoch noch aussteht. Dadurch sind staatliche Fachhochschulen derzeit nur mittelbar betroffen, insbesondere wenn sie in kapitalgesellschaftlicher Form organisiert sind. In Deutschland ergibt sich eine Relevanz vor allem aus Landeshochschulgesetzen und thematisch verwandten Gesetzen wie dem Klimaschutzgesetz oder dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. In Österreich sind durch das Unternehmensgesetzbuch (UGB) und das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) ebenfalls indirekte Pflichten für größere oder kapitalmarktorientierte Einrichtungen ableitbar. Das Kapitel definiert Nachhaltigkeit als Zusammenspiel ökologischer, sozialer und ökonomischer Dimensionen und betont deren zunehmende Bedeutung für Hochschulen. Nachhaltigkeitsberichterstattung dient nicht nur der Transparenz, sondern auch der strategischen Positionierung und Steuerung von Hochschulen. Viele Fachhochschulen erstellen bereits freiwillige Berichte, oft angelehnt an Standards wie GRI mit Anpassungen oder den Hochschul-DNK. Wichtige Hindernisse sind fehlende gesetzliche Verpflichtungen, unklare Zuständigkeiten und begrenzte Ressourcen. Das Kapitel schließt mit einem Zwischenfazit, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung an staatlichen Fachhochschulen noch uneinheitlich ist, aber zunehmend als zentrales Steuerungs- und Qualitätsinstrument erkannt wird.