Die Rückgabe von Kulturgütern aus kolonialen Kontexten ist zu einem zentralen Thema in Debatten über Postkolonialismus und kulturelle Gerechtigkeit geworden. Während Wissenschaftler*innen und Politiker*innen aus dem Globalen Süden die Rückgabe von Kulturgütern forderten, versuchten Museen im Globalen Norden, diese Forderungen abzuweisen, indem sie Museumsexpert*innen aus dem Globalen Süden als inkompetent und unfähig darstellten und damit die Rückgabe als unmöglich delegitimierten. Diese Strategie ist eng mit den kolonialen, rassistischen Strukturen verflochten, die die Legitimität von Museumssammlungen im Globalen Norden aufrechterhalten. Dieser Artikel untersucht die Hintergründe dieser Debatten am Beispiel des Papua New Guinea National Museum and Art Gallery sowie deren Implikationen für die Restitutionspolitik von Staaten und Museen, mit einem Schwerpunkt auf Deutschland und die Schweiz.

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Eurocentric Narratives of Museal Standards – The Debates on Restitution of Cultural Heritage Using the Example of Papua New Guinea

  • Katharina Nowak

摘要

Die Rückgabe von Kulturgütern aus kolonialen Kontexten ist zu einem zentralen Thema in Debatten über Postkolonialismus und kulturelle Gerechtigkeit geworden. Während Wissenschaftler*innen und Politiker*innen aus dem Globalen Süden die Rückgabe von Kulturgütern forderten, versuchten Museen im Globalen Norden, diese Forderungen abzuweisen, indem sie Museumsexpert*innen aus dem Globalen Süden als inkompetent und unfähig darstellten und damit die Rückgabe als unmöglich delegitimierten. Diese Strategie ist eng mit den kolonialen, rassistischen Strukturen verflochten, die die Legitimität von Museumssammlungen im Globalen Norden aufrechterhalten. Dieser Artikel untersucht die Hintergründe dieser Debatten am Beispiel des Papua New Guinea National Museum and Art Gallery sowie deren Implikationen für die Restitutionspolitik von Staaten und Museen, mit einem Schwerpunkt auf Deutschland und die Schweiz.