Dieses Kapitel definiert die Position, für die das gesamte Buch argumentieren wird: die fortgesetzte Existenz der Vergangenheit. Ausgehend von David Bermans Gedichtzeile „the world is 66% Then and 33% Now“ betrachtet das Kapitel die Existenz der Vergangenheit als ontologische Frage. Dabei ist wichtig, dass sich die Frage nach der Existenz der Vergangenheit von Fragen zu Erinnerung an und Wissen über die Vergangenheit unterscheidet. Im nächsten Schritt legt das Kapitel dar, dass sich das Buch nicht darauf berufen wird, dass es offensichtlich möglich ist, wahre Aussagen über die Vergangenheit zu tätigen – und bekräftigt damit David Foster Wallaces Aussage: „If [philosophers] want to force upon us a metaphysical conclusion, they must do metaphysics, not semantics.“ Schließlich wird klargestellt, dass die Frage der Existenz der Zukunft ausdrücklich nicht in den Rahmen dieses Buches fällt – und die vorgelegten Argumente sowohl mit der Existenz als auch mit der Nichtexistenz der Zukunft vereinbar sein sollen.

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Für was wird eigentlich argumentiert?

  • Benjamin Andrae

摘要

Dieses Kapitel definiert die Position, für die das gesamte Buch argumentieren wird: die fortgesetzte Existenz der Vergangenheit. Ausgehend von David Bermans Gedichtzeile „the world is 66% Then and 33% Now“ betrachtet das Kapitel die Existenz der Vergangenheit als ontologische Frage. Dabei ist wichtig, dass sich die Frage nach der Existenz der Vergangenheit von Fragen zu Erinnerung an und Wissen über die Vergangenheit unterscheidet. Im nächsten Schritt legt das Kapitel dar, dass sich das Buch nicht darauf berufen wird, dass es offensichtlich möglich ist, wahre Aussagen über die Vergangenheit zu tätigen – und bekräftigt damit David Foster Wallaces Aussage: „If [philosophers] want to force upon us a metaphysical conclusion, they must do metaphysics, not semantics.“ Schließlich wird klargestellt, dass die Frage der Existenz der Zukunft ausdrücklich nicht in den Rahmen dieses Buches fällt – und die vorgelegten Argumente sowohl mit der Existenz als auch mit der Nichtexistenz der Zukunft vereinbar sein sollen.