Es wird gezeigt, welchen theoretischen und heuristischen Beitrag Biografieforschung für die soziale Bewegungsforschung leisten kann. Der Fokus liegt auf der Entstehung und Stabilisierung einer so fragilen Form der Ordnungsbildung. Eine biografietheoretische Bewegungsforschung nimmt, um diese Form der Ordnungsbildung zu fassen, gesellschaftliche und biografische Konfliktkonstellationen in den Blick, in denen sich individuelle Selbstverhältnisse politisieren und Engagement entsteht; die sozialen Kontexte, in denen sich Protestkarrieren (pfadabhängig) stabilisieren; und Schlüsselfiguren, die sozialen Bewegungen als informelle Rollenordnung eine (relativ) stabile Gestalt geben.

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Soziale Bewegungen und Biographieforschung

  • Alexander Leistner

摘要

Es wird gezeigt, welchen theoretischen und heuristischen Beitrag Biografieforschung für die soziale Bewegungsforschung leisten kann. Der Fokus liegt auf der Entstehung und Stabilisierung einer so fragilen Form der Ordnungsbildung. Eine biografietheoretische Bewegungsforschung nimmt, um diese Form der Ordnungsbildung zu fassen, gesellschaftliche und biografische Konfliktkonstellationen in den Blick, in denen sich individuelle Selbstverhältnisse politisieren und Engagement entsteht; die sozialen Kontexte, in denen sich Protestkarrieren (pfadabhängig) stabilisieren; und Schlüsselfiguren, die sozialen Bewegungen als informelle Rollenordnung eine (relativ) stabile Gestalt geben.