Ausgangspunkt des Artikels ist die große Bedeutung der Biografieforschung für die Frauen- und Geschlechterforschung. Es werden theoretische Konzepte vorgestellt, die für die rekonstruktive Erforschung von Geschlechtlichkeit – als die begriffliche Markierung der Berücksichtigung von L(i)ebensweisen jenseits normativer Heterosexualität – besonders wichtig sind: die Biographizität des Sozialen, der damit verknüpfte Zusammenhang von Biografie und Geschlechtlichkeit und das im Anschluss daran entwickelte queering biographicity. Darüber hinaus werden zentrale empirische Forschungsarbeiten der Frauen- und Geschlechterforschung, der Männlichkeitssoziologie und der queer studies vorgestellt, die einen Schwerpunkt auf die Analyse erzählter Lebensgeschichten legen. Wir fokussieren die Darstellung auf die derzeit einsetzende theoretische wie empirische Dekonstruktion der Zweigeschlechtlichkeit, eine Diversifikation von Perspektiven sowie die Berücksichtigung nicht-hegemonialer L(i)ebensweisen in der Biografieforschung und weisen die diesbezüglichen Erkenntnis erweiternden und emanzipatorischen Potenziale der Forschungsrichtung aus.

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Biographie und Geschlecht

  • Joris Atte Gregor,
  • Sophie Ruby

摘要

Ausgangspunkt des Artikels ist die große Bedeutung der Biografieforschung für die Frauen- und Geschlechterforschung. Es werden theoretische Konzepte vorgestellt, die für die rekonstruktive Erforschung von Geschlechtlichkeit – als die begriffliche Markierung der Berücksichtigung von L(i)ebensweisen jenseits normativer Heterosexualität – besonders wichtig sind: die Biographizität des Sozialen, der damit verknüpfte Zusammenhang von Biografie und Geschlechtlichkeit und das im Anschluss daran entwickelte queering biographicity. Darüber hinaus werden zentrale empirische Forschungsarbeiten der Frauen- und Geschlechterforschung, der Männlichkeitssoziologie und der queer studies vorgestellt, die einen Schwerpunkt auf die Analyse erzählter Lebensgeschichten legen. Wir fokussieren die Darstellung auf die derzeit einsetzende theoretische wie empirische Dekonstruktion der Zweigeschlechtlichkeit, eine Diversifikation von Perspektiven sowie die Berücksichtigung nicht-hegemonialer L(i)ebensweisen in der Biografieforschung und weisen die diesbezüglichen Erkenntnis erweiternden und emanzipatorischen Potenziale der Forschungsrichtung aus.