Don’t touch me there/Touch my body
摘要
Popmusikalische Berührungskulturen erscheinen als komplexe Gefüge aus körperlicher Nähe, emotionaler Rührung und symbolischer Vermittlung, die sich in Songtexten, Performances und medialen Inszenierungen vielfältig artikulieren. Sie operieren dabei in einem Spannungsfeld von Begehren und Distanz, Authentizität und Inszenierung sowie individueller Erfahrung und kollektiver Gefühlsordnung, in dem Berührung meist nur imaginiert und kommunikativ erzeugt wird. Als kulturelle Praxis fungiert Popmusik somit zugleich als Seismograph und Motor gesellschaftlicher Aushandlungen von Nähe, Intimität und Emotionalität.