Unantastbar
摘要
Ausgehend von einer autobiografischen Anekdote entfaltet der Text den Doppelsinn von Berührung als körperlichem Kontakt und emotionaler Rührung und beschreibt deren dialektisches Verhältnis von Nähe und Distanz. In philosophischer Perspektive – insbesondere im Rückgriff auf Aristoteles und Herder – wird Berührung als grundlegendes Medium menschlicher Welt- und Selbstverhältnisse rekonstruiert, das in der leiblichen Sinnlichkeit wurzelt und zugleich kulturell sowie ästhetisch vermittelt ist. An Beispielen zeitgenössischer Kunst wird diese Doppelstruktur konkretisiert und gezeigt, dass Berührung nicht notwendig physisch sein muss, sondern auch als relationale, reflexive Erfahrung wirkt, die Selbstwahrnehmung, Alterität und symbolische Deutung miteinander verschränkt.