Alfred Webers historisch-soziologische Zeitdiagnose zur „Kulturkrise“ – fortgeschrieben und aktualisiert
摘要
Aus der Sicht Alfred Webers war das Hauptmerkmal der Kulturkrise der Zwischenkriegszeit: Gewalt als Mittel der Politik nach innen und nach außen. Der „Krieg gegen den Terror“ hat zu einer neuen Kulturkrise im 21. Jahrhundert geführt. Ihr Hauptmerkmal besteht darin, dass diejenigen Personen, Organisationen und Staaten, die – zu Recht oder Unrecht – pauschal als „terroristisch“ etikettiert werden, als legitimes Objekt staatlicher Gewalt, auch kriegerischer Gewalt erscheinen. Die Prinzipien der universellen Menschenrechte, des Völkerrechts und der Rechtsstaatlichkeit gelten für sie nicht mehr. Die Folge sind hohe menschliche Opferzahlen der „Kriege gegen den Terror“, welche diejenigen der Terroranschläge, auf die sie reagieren, weit übersteigen.