Schlussfolgerungen und ein Blick auf Forderungen nach einer „Hochschule für Alle!“
摘要
Im vorliegenden Kapitel werden Schlussfolgerungen für Hochschulen, Wissenschaftler*innen und Studierende mit Behinderung vor dem Hintergrund der Analyseergebnisse entfaltet. Für Hochschulen ergibt sich die Notwendigkeit kritischer Selbstreflexion hegemonialer Vorstellungen „normaler“ Studierender und Entwicklung inklusiverer Diskurspraktiken jenseits idealtypischer Studiendenbilder. Wissenschaftler*innen müssen ihre Verstrickung in Behinderungsdiskurse reflektieren und Kontingenz als wesentlichen Bestandteil wissenschaftlicher Praxis anerkennen. Studierende mit Behinderung erhalten durch die aufgezeigten Risse im hegemonialen Diskurs Möglichkeiten für widerständige Praktiken und alternative Sprechweisen. Das Sprechen über Behinderung ist performativ wirklichkeitserzeugend, nicht neutral abbildend. Eine inklusive Hochschule erfordert das Verwerfen normierter Studiums- und Studierendenvorstellungen zugunsten der Anerkennung vielfältiger menschlicher Existenzweisen als Normalität.