Diskursanalysen als methodologische Anschlüsse
摘要
In diesem Kapitel wird eine poststrukturalistische Diskursanalysen als methodologischen Rahmen für die Untersuchung von Behinderung etabliert. Nach einem Überblick über das heterogene Feld der (deutschsprachigen) Diskursanalysen werden Performativität, Iterabilität und Kontingenz als zentrale Konzepte poststrukturalistischer Perspektiven diskutiert. Sprache wird als wirklichkeitsstiftend verstanden – durch iterative Wiederholung sedimentierter Konventionen. Subjekte entstehen als diskursive Effekte relationaler Anerkennungs- und Adressierungsprozesse. In Abgrenzung zu wissenssoziologischen, kritischen und gouvernementalitätsanalytischen Diskursanalysen erweisen sich poststrukturalistische Ansätze als geeignet für die Bearbeitung der Forschungsfragen. Dadurch dekonstruiert die Arbeit hegemoniale Diskurspraktiken und reflektiert die eigene wissenschaftliche Verstricktheit in Wirklichkeitsproduktionen. Diese Perspektive umreißt zugleich Möglichkeiten als auch Grenzen der Arbeit.