Kapitel 5 entwickelt ein hierarchisches Rahmenwerk zur Produktivitätsmessung und -steuerung im Bauwesen. Ausgangspunkt ist die Einsicht, dass Produktivität in Bauprojekten nicht über isolierte Einzelkennzahlen angemessen erfasst werden kann, sondern auf mehreren Abstraktions- und Verantwortungsebenen betrachtet werden muss. Das Kapitel unterscheidet eine operative Ebene der Aufgaben- und Prozessschritte, eine taktische Ebene der Gewerke- und Schnittstellenkoordination, eine strategische Ebene der Gebäudeabschnitte bzw. Projektsteuerung sowie eine normative Ebene der Unternehmensführung. Für jede Ebene werden spezifische Messgrößen, Steuerungsinstrumente und Produktivitäts-KPIs beschrieben, etwa Input-Effizienz, Output-Effektivität, First-Time-Quality, Taktzeitstabilität, Flusseffizienz und ein übergreifender Overall Productivity Index. Das Rahmenwerk verbindet detaillierte Prozessdaten mit aggregierten Entscheidungsgrößen und schafft Rückkopplungsschleifen zwischen Baustelle, Projektleitung und Unternehmensführung. Ziel ist eine konsistente, skalierbare und auch für KMU anschlussfähige Grundlage, um Produktivität sichtbar, vergleichbar und steuerbar zu machen.

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Ein hierarchisches Rahmenwerk zur Produktivitätsmessung

  • Michael Bühler,
  • Konrad Nübel,
  • Pia Hollenbach,
  • Lothar Köhler,
  • Thorsten Jelinek

摘要

Kapitel 5 entwickelt ein hierarchisches Rahmenwerk zur Produktivitätsmessung und -steuerung im Bauwesen. Ausgangspunkt ist die Einsicht, dass Produktivität in Bauprojekten nicht über isolierte Einzelkennzahlen angemessen erfasst werden kann, sondern auf mehreren Abstraktions- und Verantwortungsebenen betrachtet werden muss. Das Kapitel unterscheidet eine operative Ebene der Aufgaben- und Prozessschritte, eine taktische Ebene der Gewerke- und Schnittstellenkoordination, eine strategische Ebene der Gebäudeabschnitte bzw. Projektsteuerung sowie eine normative Ebene der Unternehmensführung. Für jede Ebene werden spezifische Messgrößen, Steuerungsinstrumente und Produktivitäts-KPIs beschrieben, etwa Input-Effizienz, Output-Effektivität, First-Time-Quality, Taktzeitstabilität, Flusseffizienz und ein übergreifender Overall Productivity Index. Das Rahmenwerk verbindet detaillierte Prozessdaten mit aggregierten Entscheidungsgrößen und schafft Rückkopplungsschleifen zwischen Baustelle, Projektleitung und Unternehmensführung. Ziel ist eine konsistente, skalierbare und auch für KMU anschlussfähige Grundlage, um Produktivität sichtbar, vergleichbar und steuerbar zu machen.