PANGEO als Metapher: Idee, Aufbau und metatheoretischer Hintergrund des Podcasts PANGEO
摘要
Die erste Folge von PANGEO führt in das Konzept des Podcasts und Interviewsammelbandes ein: Im Mittelpunkt stehen Interviews mit Vertreter*innen aus Geographie, Soziologie, Philosophie und angrenzenden Disziplinen. Ziel ist es, aktuelle Forschung sichtbar zu machen, interdisziplinäre Perspektiven zu eröffnen und wissenschaftliche Inhalte verständlich wie auch niedrigschwellig zu vermitteln. Das Projekt folgt einer neopragmatistischen Ausrichtung. Unterschiedliche wissenschaftliche Diskurse sollen miteinander ins Gespräch gebracht werden, um Verbindungen, Synergien und Komplementaritäten herauszuarbeiten. Wichtige Themen sind gesellschaftliche Herausforderungen und der Nutzen unterschiedlicher Methoden und Theorien für Problemlösungen. Zentrales Element der Folge ist die Einführung einer gemeinsamen Metapher: PANGEO steht für eine Verbindung von Pangäa (Urkontinent), Geographie und Panrelationalismus. Der Fokus liegt auf dem relationalen Denken – natur-, sozial- und geisteswissenschaftliche Phänomene werden als wechselseitig vernetzt verstanden. Metaphern gelten in der Philosophie Richard Rortys als kreative Impulse für neue Perspektiven auf bekannte Strukturen. Die Erdgeschichte – etwa das Auseinanderbrechen von Pangäa – dient als Bild für die dynamische, relationale Natur von Welt und Wissenschaft. Geographie lässt sich als Wissenschaft verstehen, die sich mit physischen, individuellen und gesellschaftlichen Relationen in ihrer Raumbezogenheit befasst. Podcast und Interviewbuch laden ein, wissenschaftliche und gesellschaftliche Phänomene neu zu verknüpfen und bestehende Sichtweisen zu hinterfragen.