Seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) sollen Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen mehr Möglichkeiten zur Eigenverantwortung in ihrem Leben erfahren (BMAS 2011; Feldmann 2020; Heimlich und Behr 2011; Sandfort 2022). Der Weg hin zu mehr Inklusion öffnet neue, selbstbestimmte Lebensräume – dazu gehört auch der Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln (Jung und Nachtigal 2018). Dies stellt sowohl das Behinderten- als auch das Suchthilfesystem vor neue Herausforderungen. Die Entwicklung präventiver Maßnahmen, die den veränderten Lebenssituationen von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und den damit verbundenen Risiken gerecht werden, gewinnt an Bedeutung. Herkömmliche Programme gehen oft nicht ausreichend auf die besonderen Bedürfnisse ein (Tielking und Rabes 2022). Mangelnde zielgruppenadäquate Präventionsangebote könnten zu einem Anstieg von Suchtmittelabhängigkeiten bei Menschen mit geistiger Beeinträchtigung führen (Jung und Nachtigal 2018).

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Einführung: Hintergrund und Kontext des Projektes „SUPi – Suchtprävention inklusiv“

  • Knut Tielking,
  • Julia Klinkhamer

摘要

Seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) sollen Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen mehr Möglichkeiten zur Eigenverantwortung in ihrem Leben erfahren (BMAS 2011; Feldmann 2020; Heimlich und Behr 2011; Sandfort 2022). Der Weg hin zu mehr Inklusion öffnet neue, selbstbestimmte Lebensräume – dazu gehört auch der Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln (Jung und Nachtigal 2018). Dies stellt sowohl das Behinderten- als auch das Suchthilfesystem vor neue Herausforderungen. Die Entwicklung präventiver Maßnahmen, die den veränderten Lebenssituationen von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und den damit verbundenen Risiken gerecht werden, gewinnt an Bedeutung. Herkömmliche Programme gehen oft nicht ausreichend auf die besonderen Bedürfnisse ein (Tielking und Rabes 2022). Mangelnde zielgruppenadäquate Präventionsangebote könnten zu einem Anstieg von Suchtmittelabhängigkeiten bei Menschen mit geistiger Beeinträchtigung führen (Jung und Nachtigal 2018).