The Materiality of the Subject—on the Relation between Subjectivation and Artifacts
摘要
Dieser Artikel untersucht die komplexe Beziehung zwischen Subjekten und Artefakten in ihrem sozialen Umfeld und zeigt auf, wie Subjektivierungsprozesse durch Materialität strukturiert werden. Der Ausgangspunkt des Artikels ist das interpretative Konzept des Artefakts, das die Sozialität der Dinge im Sinne ‚materialisierter Kommunikationsentscheidungen‘ betont. In situativen Artefakt-Arrangements wird gezeigt, wie Artefakte Wissen und vergangene Entscheidungen enthalten, die zukünftiges Handeln beeinflussen. Empirische Beispiele, wie das Impfzertifikat während der COVID-19-Pandemie und Abschiebehaftanstalten, verdeutlichen, dass Subjektivierung nicht nur durch Artefakte bestimmt wird, sondern dass durch sie bzw. durch die Interaktion mit ihnen auch sozialer Wandel strukturell möglich ist. Die Analyse zeigt die potenziell transformative Wirkung von Artefakten und betont, dass Machtanalysen integraler Bestandteil der Untersuchung von Subjektivierungsprozessen sind.